16.03.2020, 23:01 Uhr

Neue Hinweise Lage an der bayerisch-tschechischen Grenze stabil

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Nach Verkündigung des Corona-Notstands in der Tschechischen Republik können die am Freitag vom Tschechischen Innenministerium bekanntgegebenen Grenzübergänge (Schirnding, Waidhaus Autobahn, Furth im Wald, Bayerisch Eisenstein und Philippsreut ganztägig sowie Eschlkam als reiner Pendlerübergang von 5 bis 23 Uhr) von Berufspendlern beiderseits der Grenze mit einem Arbeitsplatz in einem Radius von 100 Kilometern (ab der Grenze) genutzt werden.

Oberpfalz. Zu beachten ist, dass eine Bestätigung des jeweiligen tschechischen oder deutschen Arbeitgebers bzw. ein Arbeitsvertrag und ein Ausweisdokument mitgeführt werden müssen. Einschränkungen im Pendlerverkehr sind nach Rücksprache mit der Bundespolizei bislang nicht bekannt. Allerdings kann die tschechische Polizei im Verdachtsfall von Corona die Einreise verweigern und bei tschechischen Staatsbürgern eine zweiwöchige Quarantäne anordnen. Der grenzüberschreitende Lkw-Verkehr und Rettungskräfte sind von der Regelung ausgenommen, Privatreisen ins Nachbarland sind beidseitig nicht mehr möglich.

Landwirte dürfen nach gegenwärtigem Kenntnisstand ebenfalls die Grenze überqueren, wenn Sie in der Tschechischen Republik Felder bewirtschaften, müssen aber einen Eigentumsnachweis (Grundbuchauszug oder ähnliches) bzw. eine Bestätigung des zuständigen tschechischen Bürgermeisters sowie ein Ausweisdokument mit sich führen und die Notwendigkeit ihrer Tätigkeit (zum Beispiel Aussaat) belegen. In diesem Fall ist zu beachten, dass ebenfalls nur die offiziell ausgewiesenen Grenzübergänge genutzt werden dürfen. Die Nutzung von grenzüberschreitenden Feld- und Waldwegen oder Nebenstrecken ist untersagt und wird von den tschechischen Behörden streng geahndet. Das gilt auch für grenzüberschreitende Rad- und Wanderwege, die derzeit nicht von Freizeitsportlern genutzt werden dürfen.

Bezirkstagspräsident und Landrat Franz Löffler bittet, die Regelungen zu beachten und von Grenzübertritten außerhalb der festgelegten Übergangsstellen abzusehen, um Komplikationen mit den tschechischen Behörden zu vermeiden.


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