23.02.2020, 22:28 Uhr

„Zeitzeuge des Landgutes“ Umzug des Hl. Nepomuk – SPD-Vorstoß stößt auf positives Echo

Stadtrat Dr. Thomas Burger freut sich neben der Sandsteinfigur des Hl. Johannes Nepomuk über die tatkräftige Unterstützung der Bürgermeisterin und der beteiligten Ämter. Foto: Dr. Thomas BurgerStadtrat Dr. Thomas Burger freut sich neben der Sandsteinfigur des Hl. Johannes Nepomuk über die tatkräftige Unterstützung der Bürgermeisterin und der beteiligten Ämter. Foto: Dr. Thomas Burger

„Mein Wunsch nach einer Versetzung der Sandsteinfigur des Hl. Johannes Nepomuk an den Ort des abgerissenen Gartenhauses im Königswiesener Park stieß bei Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer auf sehr positives Feedback“, freut sich Stadtrat Dr. Thomas Burger, Vorsitzender der SPD Kumpfmühl/Königswiesen/Ziegetsdorf.

Regensburg. Die Bürgermeisterin unterstützt den Vorstoß des örtlichen Stadtrats tatkräftig und hat das Umweltamt, das Amt für Archiv und Denkmalpflege sowie das Gartenamt angewiesen, eine Standortverlegung der Figur in Angriff zu nehmen. Erst Ende November hatte sich Dr. Burger mit seinem Anliegen an die Bürgermeisterin gewandt.

„Geschichtsbewusstsein ist ein wichtiges Element für lebendige Stadtteilidentität, stabile Wurzeln sind das Fundament für eine erfolgreiche Entwicklung in die Zukunft“, so Dr. Burger: „Die Sandsteinfigur ist nach dem Abriss des Gebäudes Königswiesener Parkweg 11 neben der neuromanischen Gruftkapelle aus 19. Jahrhundert eines der letzten beiden verbliebenen steinernen Zeitzeugen des ehemaligen Landgutes Königswiesen.“ Durch einen Umzug könne der Hl. Nepomuk von seinem jetzigen, ungeschützten und von Ampeln, Verkehrszeichen und Verteilerkasten eingerahmten Standort befreit werden und an einem neuen, würdigen sowie geschützten Standort zusammen mit erläuternden Informationen an den Ursprung von Königswiesen erinnern und damit ein Stück Stadtteilidentität vor dem Vergessen zu bewahren.

Die vom ehemaligen Gutshof stammende Sandsteinfigur des Hl. Johannes Nepomuk befindet sich seit 1977 und damals neu restauriert im Kreuzungsbereich der Friedrich-Ebert-Straße an der südöstlichen Ecke des Kindergartens St. Paul. „Durch biogenen Befall kam es leider zu neuerlichen Schädigungen, weshalb auch aus denkmalpflegerischer Sicht ein Schutzbau bei einem neuerlichen Umzug unterstützt wird“, berichtet Dr. Burger und freut sich auch über die unterstützende Stellungnahme des Amtes für Archiv und Denkmalpflege. Das Amt steht der „Initiative, mittels eines originalen Kunstwerks und einer erklärenden Beschriftung am Ort des abgebrochenen Gartenhauses die Erinnerung an das untergegangene Gut Königswiesen wachzuhalten“, positiv gegenüber.

„Dies ist auch eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Pfarrei St. Paul“, so Dr. Burger und hebt hervor: „Menschen interessieren sich für ihre Stadtteilgeschichte und haben sich deshalb auch an mich gewandt, um der Figur und der Erinnerung an den Ursprung Königswiesens mehr Raum zu geben.“


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