21.02.2020, 13:05 Uhr

In der „Wähl-Bar“ Integriertes Stadtentwicklungskonzept für Neutraubling vorgestellt

 Foto: Andreas Manhart / ManhartMedia Foto: Andreas Manhart / ManhartMedia

Gemeinsam und aus vollster Überzeugung für unsere Stadt: So wolle er Neutraubling künftig als Bürgermeister gestalten und weiter voranbringen, betonte Harald Stadler. Der 59-jährige Polizeihauptkommissar, der seit seiner frühesten Kindheit in Neutraubling zu Hause ist, will künftig als Bürgermeister die Verantwortung für die Stadt übernehmen.

Neutraubling. Dafür sei er die „ideale Besetzung“, wie Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt betonte. Stadler konnte sich bei seinem innovativen Veranstaltungsformat „Wähl-Bar“ im Hotel am See über enormen Zuspruch freuen: Alle Stühle im großen Saal waren zu Beginn der Veranstaltung besetzt.

An einem Stehtisch, ähnlich wie in einer Talkshow, nahmen Stadler, Landtagsabgeordneter Gotthardt und Landrätin Schweiger zu Beginn Platz. Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt nutzte als Moderator die Gelegenheit, um Stadler auf den Zahn zu fühlen. Neben der Person Harald Stadler ging es natürlich auch um die Ziele und Vorstellungen des langjährigen Stadtrates und FW-Fraktionsvorsitzenden. Auch Tanja Schweiger stellte sich den Fragen der Zuhörer und warb für ihren langjährigen politischen Wegbegleiter Harald Stadler: „Ich arbeite seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit Harald Stadler zusammen. Auf Bezirksebene, im Landkreis und Kreistag. Auch meine zwei erfolgreichen Landtagskandidaturen hat er tatkräftig begleitet. Ich schätze ihn als Teamplayer, der nie auf seinen eigenen Vorteil schaut und immer für beste politische Lösungen kämpft. Er ist durch und durch Neutraublinger. Ich bin sehr froh, dass er sich für das Bürgermeisteramt zur Verfügung stellt, denn auch für den Landkreis ist die Stadt Neutraubling ein wichtiger Partner. Wirtschaftlich, als Schulstandort, für den Naherholungsverein und vieles mehr.“

Stadler nutzte die Gelegenheit, um für sein Team und seine Ziele zu werben. Im Fokus stehe ein „Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2030“, das er mit allen Akteuren der Stadtgesellschaft entwickeln wolle und das nachhaltige Zukunftsperspektiven schaffen soll. Doch allein mit Phrasen zu werben, reiche nicht aus, betonte Stadler, der sein Wahlprogramm mit den wichtigsten Zielen verteilte und auf ausgewählte Themen ausführlich einging. Im Bereich des Verkehrs und der Mobilität trete er für ein innerstädtisches Buskonzept ein, sagte Stadler, das mit einer engen Taktung und einer Anbindung zum Beispiel der Gärtnersiedlung und der Neubaugebiete aufwarten soll. Außerdem brauche es dringend ein Verkehrsleitsystem zur Entlastung der innerörtlichen Straßen und eine großräumige Umfahrung Neutraublings im Süden und Westen. Eine direkte ÖPNV-Anbindung an die Uniklinik, die Uni, die OTH und das Finanzamt, forderte Stadler für Neutraubling. „Hiervon würden viele Bürgerinnen und Bürger profitieren.“

Als weitere Ziele nannte er ein lückenloses Radwegenetz im innerstädtischen Bereich und eine Parkraumentwicklung, etwa in der Sudeten-, Schlesischen und Dresdener Straße. Der Bereich Sicherheit spiele auch bei der Entwicklung neuer Verkehrskonzepte an bekannten Brennpunkten, wie an der Kreuzung Waldenburger / Dresdener Straße, eine herausragende Rolle. Besonders erfreut zeigte sich Harald Stadler, als ein ausgewiesener Verkehrsexperte in seiner Wortmeldung dem Freiw-Wähler-Verkehrskonzept vollumfänglich zustimmte. Neben der öffentlichen Infrastruktur, bei der Stadler unter anderem einen Ausbau des Stadtmarketings, die Einrichtung eines Bürgerhaushaltes und die Ausweitung der Beleuchtung öffentlicher Räume ansprach, stellte Stadler insbesondere die parteiübergreifende Zusammenarbeit und die Heranführung der Jugend an gesellschaftliche Verantwortung, etwa durch Jugendkonferenzen, und die Förderung und Unterstützung der Vereine und Kulturtreibenden in den Fokus.

Am Herzen liege ihm auch die Sicherung des Polizeistandortes Neutraubling und eine Verbesserung der Mittags- und Kinderbetreuung, betonte Stadler. Im Bereich Wohnen und Bauen sprach er sich für die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft aus. Die Stadt müsse selbst Verantwortung beim Wohnungsbau übernehmen, forderte Stadler und betonte gleichzeitig, dass es von Bedeutung sei, Grund im Stadtgebiet zu erwerben. Nur so gelinge es, die Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt in der eigenen Hand zu halten, was letztendlich allen Bürgerinnen und Bürgern in Neutraubling zugutekomme. Auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in unterschiedlichen Größen, insbesondere für Singles, junge Familien und Senioren stehe auf seiner Agenda. Im Zuge des demographischen Wandels brauche es dringend barrierearmen oder barrierefreien Wohnraum.

Auch im Bereich Umwelt und Energie sieht Stadler großes Potential. Hier stehe die Stadt Neutraubling weiter in der Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dies gelinge unter anderem durch einen Aufbau einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien und die Errichtung eines Klimarates, in welchem Stadler Vertreter aus Politik, Bürger und Wirtschaft berufen möchte. Und nicht zuletzt sei es ihm wichtig, „den Eltern und Großeltern zurückzugeben, was sie für uns getan haben, um uns eine hervorragende Kind- und Jugendzeit zu ermöglichen“. Jetzt sind wir in der Pflicht, unseren Senioren einen schönen Lebensabend in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Tanja Schweiger nannte Stadlers Ziele „umfassend und fundiert“. Sie wünsche dem Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat und Kreistag für die Bürgermeisterwahl alles erdenklich Gute. „Für Neutraubling wärst Du mit Sicherheit die beste Wahl“, sagte Schweiger an Stadler gewandt.

Zum Schluss stellte Harald Stadler alle Stadtratskandidatinnen und -kandidaten vor und es war deutlich zu erkennen, dass es den Freien Wählern gelungen ist, den Wählerinnen und Wählern eine Liste anzubieten, die mit allen Alters- und Berufsgruppengruppen und Frauen und Männern ausgeglichen und top besetzt ist.


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