17.02.2020, 11:30 Uhr

Zustimmung der Kommunen Mehr Plätze in Regensburger Frauenhäusern

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In Regensburg werden künftig 20 statt bisher 18 Plätze in Frauenhäusern zur Verfügung stehen. An den zusätzlichen Kosten beteiligt sich die Stadt.

Regensburg. Es gibt seit dem 1. September 2019 neue Richtlinien zur Förderung zusätzlicher Frauenhausplätze sowie zur Anpassung von Frauenhausplätzen an besondere Bedarfe. Diese Richtlinien sehen einen Ausbau des förderfähigen Personals sowie eine Erweiterung der Frauenplätze bei gleichzeitiger Erhöhung der Förderung durch den Freistaat Bayern vor.

Nach den „Gemeinsamen Empfehlungen“ hat die Region 11 (Landkreise Cham, Kelheim, Neumarkt in der Oberpfalz, Regensburg und Stadt Regensburg) insgesamt einen Bedarf an 19 Soll-Plätzen. Die beiden Regensburger Frauenhäuser verfügen aktuell aber nur über 18 Frauenplätze.

Der „Frauen helfen Frauen e.V.“ hat beantragt, die Erweiterung des Frauenhauses um zwei Plätze auf künftig zwölf Plätze zu genehmigen. Dadurch würden der Region 11 künftig 20 Frauenplätze zur Verfügung stehen. Ein weiterer Ausbau ist von den bestehenden Trägern aktuell nicht vorgesehen.

Die Erweiterung um zwei Plätze führt für das Frauenhaus des „Frauen helfen Frauen e.V.“ dazu, dass künftig 4,5 Fachkraftstellen (vorher: 3,25 Stellen) und für das Frauenhaus des Sozialdienstes kath. Frauen künftig 3,05 Fachkraftstellen(vorher: 2,55 Stellen) förderfähig sind.

Die Kosten des über den Soll-Bedarf von 19 Plätzen hinausgehenden 20. Frauenplatzes sollen von den Kommunen der Region 11 gemeinsam zu gleichen Teilen übernommen werden. Solch ein qualitativer und quantitativer Ausbau der Frauenhäuser bedarf der Zustimmung aller Kommunen der Region 11.

Da außerdem die bestehende Vereinbarung zur Finanzierung der Grundkosten der Regensburger Frauenhäuser überarbeitet werden musste, haben sich auf Verwaltungsebene Vertreter aller beteiligten Kommunen und der Träger zu gemeinsamen Gesprächen getroffen und Vorschläge zur künftigen Finanzierung der Regensburger Frauenhäuser ausgearbeitet.

Mit diesen Vorschlägen haben sich bereits die zuständigen Gremien der übrigen beteiligten Kommunen befasst und den Vorschlägen zugestimmt.

Am Mittwoch, 19. Februar, wird dies für die Stadt Regensburg im Ausschuss für Soziales und allgemeine Stiftungsangelegenheiten und am folgenden Tag im Stadtrat beschlossen werden.

Stadträtin Evelyn Kolbe-Stockert freut sich wie auch ihre Kolleginnen und Kollegen aus der SPD-Fraktion sehr darüber: „Durch diese neue Richtlinien verbessert sich das Angebot für von gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder in Bayern und damit auch das Angebot in unserer Stadt. Zudem übernimmt die Stadt Regensburg anteilig ab dem Jahr 2020 neben dem nach den Richtlinien erforderlichen Fachpersonal die freiwillige Finanzierung von zusätzlichem Personal im Umfang einer 0,75-Stelle für die Beratung bei häuslicher Gewalt. Auch dies begrüßt die SPD-Fraktion“.


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