15.02.2020, 09:42 Uhr

Verkehr CSU-Stadtratsfraktion wünscht sich Aufhebung von Tempo 30 in der Weißenburgstraße

 Foto: Rolf G. Wackenberg/123rf.com Foto: Rolf G. Wackenberg/123rf.com

Im November 2019 hat die Bunte Koalition unter Führung von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer Tempo 30 zur Luftreinhaltung in der Weißenburgstraße in Regensburg durchgesetzt. Auf die gleichzeitige Errichtung einer Messstelle, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu prüfen, wurde trotz CSU-Forderung verzichtet.

Regensburg. Gerade bei den Bürgern fehlt die Akzeptanz für Tempo 30 in der Weißenburgstraße, da aufgrund des Verkehrsaufkommens zu Stoßzeiten der Verkehrsfluss stockt. „Durch das ständige „Stopp and Go“ werden doch viel mehr Abgase produziert, als wenn die Autos in einem gleichbleibenden Fluss vorbeifahren. Die Situation hat sich in unseren Augen gefühlt verschlechtert„, so eine Anwohnerin.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Zimmermann bedauert: „Wir können nicht einmal feststellen, ob jetzt tatsächlich die Luftbelastung durch die Maßnahme an der Weißenburgstraße abgenommen hat. Referenzwerte durch eine lokale Messstelle fehlen. Die Werte einer über einen Kilometer entfernten Messstelle in der D.-Martin-Luther Straße sind nicht aussagekräftig.“ Wissenschaftlich betrachtet ist es zudem umstritten, ob Fahrzeuge weniger Abgase absondern wenn die Geschwindigkeit gesenkt wird.

Gleichzeitig muss davon ausgegangen werden, dass die dieselbetriebenen Busse des ÖPNV und im Sommer die Touristenschiffe erheblich zur Luftbelastung an dieser Stelle beitragen. Diese beiden Faktoren wurden völlig unberücksichtigt gelassen. Mit einer Messstelle an geeigneter Stelle könnten mit aussagefähigen Werten bessere Lösungen gefunden werden. „So bleibt nur der Eindruck, dass die Autofahrer weiter gegängelt werden sollen. Das ist sehr schade und führt am Ziel vorbei für eine bessere Luft in Regensburg zu sorgen“, so Zimmermann.


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