02.02.2020, 19:26 Uhr

Beim Lichtmessempfang Große Bühne für das Ehrenamt – Tobias Gotthardt dankt für Engagement

Die berühmte französische Lichtmess-Tradition „Chandaleur“ durfte beim Lichtmessempfang nicht fehlen. (Foto: Philipp Seitz)Die berühmte französische Lichtmess-Tradition „Chandaleur“ durfte beim Lichtmessempfang nicht fehlen. (Foto: Philipp Seitz)

Bei einem Lichtmessempfang hat der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt kürzlich in Kallmünz Ehrenamtlichen für ihren Einsatz vor Ort gedankt. Gleichzeitig fordert er im Landtag als konkrete Belohnung freie Fahrt für Blaulichtorganisationen.

KALLMÜNZ Ehrenamtliche in den Vereinen und Verbänden sind die tragende Säule der Gesellschaft. Das machte Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt bei einem Lichtmessempfang für Ehrenamtliche in Kallmünz deutlich. „Was unsere Ehrenamtlichen leisten, ist am Ende unbezahlbar“, betonte Gotthardt. Lichtmess sei traditionell der Beginn eines neuen landwirtschaftlichen Jahres. „Für mich ist dies gleichzeitig ein passender Moment, um für das Geleistete Danke zu sagen und nach vorne zu schauen.“

Gotthardt unterstrich in seiner Rede, dass es nicht ausreiche, das Ehrenamt lediglich in blumigen Reden zu loben. „Es braucht hier eine stärkere Würdigung und den Abbau von bürokratischen Hürden“, forderte Gotthardt. In der Landtagsfraktion habe er sich deshalb dafür stark gemacht, als ersten Schritt freie Fahrt für uniformierte Blaulichtorganisationen zu fordern. Die entsprechende Resolution wurde kürzlich vom Ministerrat angenommen. Wie Polizisten sowie Angehörige der Bundeswehr können damit vielleicht bald auch uniformierte Mitarbeiter von THW, Freiwilliger Feuerwehr und vielen weiteren ehrenamtlich tätigen Hilfsorganisationen kostenlos in Bussen und Bahnen des Freistaats mitfahren. „Dies soll nun rasch geprüft werden“, sagte Gotthardt. „Es wäre ein fantastisches Signal an die vielen Menschen, die sich in Blaulichtgruppen für mehr Sicherheit in Bayern engagieren – zu unser aller Wohl.“

Vor zehn Jahren hatte das Bayerische Innenministerium mit hiesigen Verkehrsunternehmen die Vereinbarung getroffen, dass uniformierte Polizistinnen und Polizisten der Landes- und Bundespolizei alle öffentlichen Verkehrsmittel in Bayern kostenlos nutzen dürfen. Im Gegenzug greifen die Beamten bei Konflikt- und Notsituationen ein – oftmals außerhalb ihres Dienstes. Der zweite Bürgermeister von Kallmünz, Bernhard Hübl, betonte, dass vor Ort von den Ehrenamtlichen „unglaubliches geleistet wird“. Die vielen Vereine und das gesellschaftliche Engagement würden das Leben vor Ort im Markt entscheidend prägen, sagte Hübl. „Ich hoffe, dass dieser Lichtmessempfang eine feste Institution wird.“

Mit der berühmten französischen Lichtmess-Tradition „Chandaleur“ endete der Empfang. Einer Tradition zufolge muss ein Crêpe mehrmals in der Luft gewendet werden, um das Schicksal positiv zu beeinflussen. Der braun gebackene Crêpe steht der Tradition nach auch für das Ende des Winters und soll die Sonne symbolisieren.


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