28.01.2020, 08:21 Uhr

Kommunalwahlen 2020 „Stark für Regensburg“ – SPD präsentiert beim Jahresempfang das Wahlprogramm


Der Wahlkampf ist bisher nicht sehr lebendig“, schilderte die OB-Kandidatin der Regensburger SPD, Gertrud Maltz-Schwarzfischer beim Jahresempfang am Sonntag, 26. Januar. Selbst habe man bereits plakatiert, Ideen gesammelt und ein Wahlprogramm entwickelt.

REGENSBURG Die Vorwürfe, sie würde die Stadt nur verwalten und nicht gestalten, wies Maltz-Schwarzfischer von sich. Der Vorwurf, es herrsche Stillstand, sei „einfallslos und wahlkampfgetrieben“. „Wir brauchen keinen Belehrungen und Tipps, wie die Stadt in Zukunft gestaltet werden soll. Dass wir das können, haben wir schon bewiesen!“, so die Kandidatin kämpferisch.

Der Koalitionsvertrag, der 2014 unterschrieben wurde, trage SPD-Handschrift, vieles sei umgesetzt worden. Maltz-Schwarzfischer nannte hier den Stadtpass, das Kinderschutzhaus, den Allgemeinen Sozialdienst, das Kälteschutzhaus und das neue „UFO“ sowie den Runden Energie-Tisch.

Auch für die Zukunft hat die SPD in der Stadt einiges vor, was, das ist in einem 45-seitigen Wahlprogramm niedergeschrieben. Es gibt einen „bunten Strauß an Möglichkeiten“, so Maltz-Schwarzfischer. Man wolle öffentliche Trinkwasserbrunnen installieren, Regensburg sei eben eine steinerne Stadt und heize sich im Sommer sehr auf. Hier könnten Trinkwasserbrunnen helfen. Man müsse Frischluftschneisen sichern und dürfe die Stadt nicht zubauen, trotzdem die Wohnbauoffensive müsse konsequent fortgesetzt werden. Städtische Flächen sollen nicht mehr verkauft, sondern in Erbpacht vergeben werden. Im Bereich der Verkehrswende müsse man „noch viel tun“. Neben der „Smart City mit Herz“, die im Bereich der technologischen Entwicklung vernetzen und das nutzen soll, was wirklich sinnvoll ist, setzt die SPD weiterhin auf persönliche Begegnungen, mit einem „Haus des Engagements“ solle diese persönliche Vernetzung möglich werden. Hier soll es auch Räume für Vereine geben, die nichts oder nur wenig kosten. Neben diesem zentralen Ort sollen auch in den Wohnquartieren Orte entstehen, wo man sich „in echt treffen kann“.

Als Ehrengast berichtete Michale Buschheuer, Gründer der Organisation „Sea-Eye“, über seine Arbeit. Er zeigte sich beeindruckt von den Regensburgerinnen und Regensburgern, die in den vergangenen Wochen aus einer Idee ein großes Projekt gemacht haben. Zahlreiche Lastwagen mit Hilfsgütern konnten so bereits in Richtung Samos aufbrechen, um dort Geflüchtete mit dem Nötigsten zu versorgen. Regensburg sei eine privilegierte Stadt, die „empathisch bis ins Mittelmeer“ sei, so Buschheuer.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des SPD-Jahresempfanges bestand die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Die zahlreichen Gäste konnten auch einige der Stadtratskandidatinnen und -kandidaten persönlich kennenlernen.


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