13.01.2020, 13:29 Uhr

Rekordbesuch beim CSU-Neujahresempfang Ergebnisse der bisher größten Bürgerumfrage Neutraublings als Grundlage wichtiger CSU-Forderungen

(Foto: CSU Neutraubling)(Foto: CSU Neutraubling)

Volles Haus in der Stadthalle Neutraubling. Erstmals konnte CSU-Ortsvorsitzender Wolfgang Kessner mehr als 200 Gäste zum Neujahresempfang der CSU Neutraubling, der diesmal extra in die Stadthalle Neutraubling verlegt wurde, begrüßen. Denn neben den traditionellen Grußworten und der musikalischen Umrahmung durch den Chor Laudamus, wurden auch die Ergebnisse der bisher größten Neutraublinger Bürgerumfrage in einer umfassenden Präsentation veröffentlicht.

NEUTRAUBLING Zuvor honorierte Bürgermeister Heinz Kiechle das ehrenamtliche Engagement in der Stadt und wünschte seinem möglichen Nachfolger Michael Melcher, der bereits schon in vielen Bereichen seine Eignung bewiesen hat, viel Erfolg für die anstehende Wahl. „Melcher kann’s einfach“, so der im Mai scheidende Amtsinhaber. Diesen Erfolg wünschen sich auch die 24 ehrenamtlichen Kandidaten der CSU-Stadtratsliste, die durch den CSU-Ortsvorsitzenden Wolfgang Kessner nochmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Darüber hinaus wurde auch der neue Vorsitzende der Aufbaugemeinschaft, Tobias Koch, den Besuchern als neuer Funktionsträger in der Stadt vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Ergebnisvorstellung der großangelegten Bürgerumfrage, die von Bürgermeisterkandidaten Michael Melcher und Fraktionsvorsitzenden Dr. Philipp Ramin moderiert wurde. Neben eigenen Ideen will die CSU insbesondere auch die Wünsche und Anregungen aller Neutraublinger Bürgerinnen und Bürger in den Kommunalwahlkampf 2020 einbringen. Dazu rief sie im November die Bürgerumfrage „Neutraubling 2020“ ins Leben. Bis Jahresende konnte man online oder mittels Fragebögen den Ist-Stand der Stadt bewerten, Verbesserungspotential aufzeigen und auf neue Ideen verweisen. Das Angebot wurde von knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt. „Wir hatten zusammen mit den Stadtratskandidaten schon grundlegende Ideen ausgearbeitet. Unser Ziel war es aber noch mehr Bürgerwillen ins Wahlprogramm zu bringen. Dafür war die Umfrage genau richtig. Wir haben gesehen, es kamen immer wieder Ideen, die wir sonst vielleicht gar nicht so am Schirm gehabt hätten“, erklärt der Bürgermeisterkandidat Michael Melcher. Besonders geschätzt an Neutraubling wird der vorhandene Wohnraum und die gute Nahversorgung durch Einkaufmöglichkeiten, dem Schulangebot und der ärztlichen Versorgung. Ausbaubedarf sehen die Neutraublinger insbesondere bei Grün- und Parkflächen.

Bemängelt wurde auch das Radwegenetz. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sehen hier Ausbaubedarf. „Das innerstädtische Radwegenetz müssen und wollen wir stärken“, fordert Melcher, „Ich denke da an einen innerstädtischen Ring, um die Hauptverkehrsrouten schnell und vor allem sicher mit dem Fahrrad befahren zu können. Auch ich fahre viel mit dem Rad und habe mich schon an so mancher Stelle geärgert, dass entweder der Radweg zu Ende ist oder der Abstand zwischen dem Pkw-Verkehr und dem Radfahrer gefährlich eng wird“. „Optimistisch überrascht hat uns die Bewertung des ÖPNV“, ergänzt Dr. Philipp Ramin, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. „Dieser wird immerhin von 70 Prozent der Teilnehmer positiv bewertet. Dennoch ist die häufigste Forderung bei der Abfrage der zukünftigen Entwicklung unserer Stadt, der Ausbau weiterer Busverbindungen, der Bau, beziehungsweise Anschluss an die künftige Stadtbahn und durchdachte und neue Taktungen im gesamten Streckennetz. Hier haben wir eine zentrale Aufgabe, die auch mit Blick auf die ökologische Entwicklung wichtig für unser Zukunftsprogramm ist“, so Dr. Ramin.

Unsicherheit bei Bürgerinnen und Bürger herrscht bei der Ansiedlung weiteren Wohnraums. „Wir haben gesehen, dass nicht jeder über dem Wachstum der Stadt erfreut ist. Die Aufgabe der neuen Stadtspitze muss es sein, die Entwicklung Neutraublings mit einem weitsichtigen Konzept zu lenken,“ so Melcher. „Wir brauchen weiterhin Wohnraum, aber nicht auf Biegen und Brechen. Interessen und Ängste der bereits wohnhaften Anwohner müssen Gewicht haben und bei jeder Entscheidung zu einem neuen Bauprojekt kritisch betrachten werden!“ Grundsätzlich positiv bewertet wurde das Angebot für Jugendliche und Senioren. Auch das kulturelle Angebot der Stadt wird gelobt: Dies schätzen 76 Prozent der Teilnehmer als sehr gut, beziehungsweise gut ein.

Weitere Forderungen waren unter anderem die Aufwertung der Neutraublinger Innenstadt um den Schlangenbau, der Ausbau des gastronomischen Angebots durch Bars und Cafés sowie die weitere Begrünung innerstädtischer Flächen. „Wir sehen diese Umfrageergebnisse daher nicht nur als Input für unser Wahlprogramm. Sie sind eine klare Aufgabe, die der neue Bürgermeister und der neu gewählte Stadtrat zu erfüllen haben“, so Dr. Ramin. „Wir spüren, die Neutraublinger Bürgerinnen und Bürger haben Erwartungen, die realisierbar sind und die wir so gerne in Arbeit nehmen wollen. Diese Themen griff auch CSU-Landratskandidat Rainer Mißlbeck auf, der in seinem abschließenden Grußwort gerade darauf einging, dass der Landkreis Regensburg in kürzlich veröffentlichten Zukunfts-Rankings zurückgefallen sei, da zu wenige Zukunftsthemen wirklich umgesetzt werden. Hier muss der gesamte Landkreis zusammenarbeiten und Neutraubling spielt dabei natürlich eine besondere Rolle.


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