12.01.2020, 19:26 Uhr

„Anpacken und langfristig denken“ Der Neujahrsempfang schwor die Mitglieder der CSU im Landkreis Regensburg auf den Endspurt des Wahlkampfes ein


2001 hatte zum letzten Mal ein Neujahrsempfang der Landkreis-CSU in Wenzenbach stattgefunden – 2020 war man am Samstag, 10. Januar, zum Empfang wieder in die Gemeinde im nördlichen Landkreis zurückgekehrt. Und das war sicher dem Landratskandidaten geschuldet. Rainer Mißlbeck nämlich ist ein Wenzenbacher!

LANDKREIS REGENSBURG Bernhard Pielmeier, Bürgermeisterkandidat der Christsozialen in Wenzenbach, begrüßte die Gäste des Neujahrsempfanges in der „schönsten und attraktivsten Gemeinde im Landkreis“, was ihm verhaltenen Applaus und Gemurmel einbrachte. Er schilderte, wie gut Wenzenbach dastehe. Doch meist sei es gar nicht so schwer, nach oben zu kommen – da aber zu bleiben, das sei die Herausforderung. Mut und Weitsicht seien gefragt, um die Prioritäten richtig zu setzen.

Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Peter Aumer betonte, man werde „mit ganzer Kraft“ für den Wahlerfolg kämpfen. Der Kreisverband der CSU sei eine „starke Gemeinschaft, getragen von gemeinsamen Werten“. „Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, betonte Aumer. Gemeinsames Ziel sei es, dem Landkreis, der Heimat, den Menschen eine gute Zukunft zu bieten. Dazu habe die CSU bereits in den vergangenen sechs Jahren Impulse in der Landkreispolitik gesetzt. Bei der Bunten Koalition hingegen könne er „keinen einzigen Impuls entdecken – außer den Haushalt aufblähen und neue Stellen im Landratsamt schaffen“, kritisierte Aumer. Er vermisst die echten Ideen für den Landkreis. Die jetzige Landkreispolitik torpediere die Stromtrasse, formuliere aber keine eigenen Ideen. Nur das Landratsamt mit erneuerbaren Energien zu versorgen, reiche nicht, „es geht nicht alleine dezentral“, so der Kreisvorsitzende. Auch in Sachen Mobilität vermisst Aumer kreative Lösungen: „Es gibt keine Konzepte“, beklagte er. Hier sehe er auch beid er Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis keine Verbesserungen. Die geplante Stadtbahn ende an der Stadtgrenze, eine Erweiterung könne „irgendwann“ kommen. „Wir müssen hier Bestehendes nutzen, so Aumer. Vielerorts habe man Gleise vor der Tür, die man mit einplanen könnte. Auch beim Thema Wohnen sieht Aumer den Landkreis in der Pflicht. Man könne sich nicht herausreden, nicht zuständig zu sein. Der Landkreis müsse hier ein „Motor für die Kommunen“ sein. Im Wahljahr 2020 wolle man ein klares Zeichen setzen, ein Zeichen „der Geschlossenheit und des Zusammenhalts“. Landratskandidat Rainer Mißlbeck habe schon als Unternehmer bewiesen, dass er anpacken und etwas aufbauen kann. „Rainer Mißlbeck wird den Landkreis verändern und in eine gute Zukunft führen“, so Aumer. Mit dem Landratskandidaten zusammen mit einer starken Kreistagsliste habe die CSU im Landkreis Regensburg ein starkes Angebot für die Wählerinnen und Wähler. „Wir kämpfen für unsere Heimat – die Zukunft im Blick!“

Der Kandidat selbst bestätigte, dass man als Unternehmer anpacken muss. Selbiges gelte aber auch für einen Landrat. Als Unternehmer müsse man sich zweimal überlegen, für was man Geld ausgebe. Und auch in der Politik sei dies so – ein aufgeblähter Haushalt sei keine gute Grundlage für gute Politik. Mißlbeck berichtete, er wolle etwas bewegen, deshalb gehe er nun in die Politik. Selbst in einer Landwirtschaft aufgewachsen, sei ihm dabei der ökologische Gedanke sehr wichtig – „nachhaltig denken, nachhaltig handeln“, das wichtig. Man dürfe sich bei allen Erfolgen aber nicht in der Selbstzufriedenheit zurücklehnen, man dürfe innehalten und das Geleistete positiv bewerten, „aber das darf keine sechs Jahre dauern“, so Mißlbeck. Man müsse immer hellwach bleiben, nicht jedem Ball hinterherlaufen, aber das Richtige aufnehmen und entsprechend handeln. Bei allem dürfe man zudem nicht an der Landkreisgrenze aufhören, so manches, wie zum Beispiel die Verkehrsproblematik, könne man nur übergreifend lösen. Hier vermisst Mißlbeck vor allem einen Plan für den ÖPNV. Dieser müsse attraktiv sein und dürfe nicht durch hohe Preise unattraktiv werden. Man müsse bei diesem Thema die Menschen bei ihrer Bequemlichkeit packen. Der Landratskandidat bringt so genannte Zusteigezentren ins Spiel. Hier könne er sich vorstellen, dass es einen Parkplatz gibt – nicht nur geschottert und dunkel, dazu sichere Abstellplätze für das E-Bike, vielleicht sogar mit Lademöglichkeiten. Und wer seinen Bus verpasst hat und 20 Minuten warten muss, der soll nicht im Regen stehen. Mißlbeck könnte sich hier zum Beispiel einen Backshop vorstellen, in dem man die Zeit bei einer Tasse Kaffee überbrücken kann.

Für seine Ideen bekam der Landratskandidat langanhaltenden Applaus. Mit dem abgewandelten Beckenbauer-Zitat „geht‘s naus und machts Wahlkampf“, schickte Mißlbeck die rund 400 anwesenden Gäste wieder hinaus in den Landkreis.


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