10.01.2020, 20:03 Uhr

Vorbote für große Veränderungen Mitten im BMW-Werk Regensburg steht derzeit einer der größten Kräne Europas

(Foto: jb)(Foto: jb)

Zum Jahrespressegespräch lud das BMW-Werk Regensburg am Freitag, 10. Januar 2020, ein. Der Termin war bewusst an den Anfang des Jahres gesetzt worden, denn im Werk stehen große Veränderungen an.

REGENSBURG Der Vorbote einer dieser Veränderungen ist weithin sichtbar: Der vielleicht größte Kran Europas steht mitten im Werk. Und mit „mitten im Werk“ ist tatsächlich „mittendrin“ gemeint. Denn der Fuß dieses Kolosses steht einbetoniert in der Fahrzeugmontage. Der über 90 Meter lange Schwenkarm bewegt sich dagegen über dem Dach der riesigen Halle. Was das zu bedeuten hat? „Der Kran ist sichtbares Zeichen für die Transformation des Werks und die damit verbundenen Investitionen von über einer Viertelmilliarde Euro bis 2021“, erklärt Werksleiter Frank Bachmann.

In den kommenden Monaten wird also rund drei Meter über dem bestehenden Dach ein neues errichtet. Die größere Hallenhöhe ist notwendig, um Platz zu schaffen für neue Schwenkgehänge, die die alten Fertigungsanlagen von 1986 ersetzen werden. In fünf Wochen Sommerpause soll der größte Teil des Umbaus geschafft sein. Denn das Werk in Regensburg wird sich künftig auf den Bau von BMW-Kompaktklassefahrzeugen beschränken, einem sehr wachstumsstarken Segment. X1 und X2 sowie der 1er werden vom Band rollen; das Aus für das BMW 4er Cabrio. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass auf nur einer Linie parallel sämtliche Antriebsvarianten gebaut werden können. Egal, ob der gewünschte X1, X2 oder 1er dann einen Verbrennungsmotor, einen Plug-in-Hybrid-Antrieb oder einen Elektromotor enthält, die Fahrzeuge sollen künftig im variablen Mix vom Band laufen, so als wenn es sich nur um einen Farbunterschied handele. „Was sich einfach anhört, ist eine ganz schöne Herausforderung, alle Bauteile in ein Fahrzeug zu integrieren“, erklärt Bachmann, der seit Sommer 2019 das Werk in Regensburg leitet. Auf Erfahrungen im Mix-Fertigbau kann die BMW Group aus den Werken in München und Dingolfing zurückgreifen. Trotz des Umbaus soll die Produktion voll ausgelastet werden. Über 270.000 Einheiten sind das dezidierte Ziel für 2020, weshalb die Bänder im Werk Regensburg bereits seit 2. Januar 2020 laufen.

Darunter werden sich auch der brandneue BMW X1 xDrive 25 e befinden, der ab April 2020 verfügbar ist, sowie der BMW X2 xDrive 25 e, der im Juli 2020 in den Markt eingeführt wird.


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