10.01.2020, 16:45 Uhr

Landrätin Tanja Schweiger im Intervew „Wir haben uns auf hohem Niveau gut weiter entwickelt“


Auch politisch hat sich 2019 viel getan – die Aufgaben, die der Landkreis Regensburg bewältigen musste und muss, werden nicht weniger. Die Frage nach der Lösung der Verkehrsproblematik, die Frage nach effektiven Maßnahmen für den Klimaschutz, die Frage nach guten Schulen für unsere Kinder – all das beschäftigte den Landkreis Regensburg im Jahr 2019.

LANDKREIS REGENSBURG Landrätin Tanja Schweiger gibt im Wochenblatt-Interview einen kleinen Einblick in das vergangene Jahr – und blickt optimistisch ins Jahr 2020.

Wie steht der Landkreis zum Jahresbeginn 2020 da?

Ich bin sehr zufrieden. Der neuerliche Bevölkerungszuwachs bestätigt uns, dass man sich im Landkreis gerne niederlässt. Wir haben hervorragende Firmen mit attraktiven Arbeitsplätzen und ein großartiges soziales und ehrenamtliches Engagement, das ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit zeigt.

Wie fällt der Vergleich zum Jahresbeginn 2019 aus?

Ich würde sagen, wir haben uns auf hohem Niveau gut weiter entwickelt.

Was waren die wichtigsten Projekte, die 2019 zu bearbeiten waren?

Da gab es einiges, was 2019 wichtig war. Zum Beispiel die Auszeichnung des European Energy Awards. Damit wurde unser Engagement im Bereich des Klimaschutzes offiziell gewürdigt, was für uns natürlich Ansporn ist, weiter zu machen. Die Anerkennung des Bundeslandwirtschaftsministeriums für unsere Vereinsschule und die damit verbundene Zusammenarbeit für die nächsten drei Jahre unter dem Titel „Hauptamt stärkt Ehrenamt“, war ebenfalls wichtig. Und: unsere elektronische Patientenakte in der Kreisklinik Wörth, mit der wir wieder einmal unseren Vorsprung gezeigt haben. Und nicht zu vergessen: der Bezug der neuen Räumlichkeiten für unsere VHS im wunderschön sanierten Klosterbau in Neutraubling.

Was war für Sie für den Landkreis im Jahr 2019 persönlich ganz besonders wichtig?

Besonders wichtig für den Landkreis war das Urteil des VGH zur R30, das uns nach sieben Jahren Wartezeit Rückenwind für den Baubeginn gibt.

Wie war die Zusammenarbeit im Kreistag sowie mit den Bürgermeistern der einzelnen Kommunen?

Ich finde, dass wir grundsätzlich im Kreistag und auch zwischen Landkreis und den Gemeinden – inklusive Landrätin und Bürgermeistern – ein persönlich angenehmes und vor allem verantwortungsvolles und konstruktives Miteinander haben.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg? Wo gab es Berührungspunkte, die Anlass zur Zusammenarbeit gegeben haben?

Ich habe mit der Bürgermeisterin einmal im Monat eine Besprechung, um die für uns wichtigsten Themen abzustimmen. Berührungspunkte gibt es viele. Zum Beispiel beim RVV, bei der Energieagentur, ebenso im Bereich der Verkehrsinfrastruktur beim Verein für Naherholung oder bei der Entwicklung der gemeinsamen Schullandschaft.

Gab es im Jahr 2019 einen besonders schönen Moment? Welcher war das?

Für mich war es der erste Schultag meines Sohnes.

Gab es vielleicht auch einen besonders schweren, traurigen oder dramatischen Moment?

Besonders schwer war, als wir kurz nach Pfingsten einen Mitarbeiter beerdigt haben. Er war grad 50 und seine ganz kleinen Kinder standen am Grab ...

Welche Aufgaben stehen 2020 an?

Wir haben viel vor: So stehen die Vorbereitung des Neubaus der Realschule in Regenstauf mit Dreifach-Turnhalle, die Vorbereitung des Baus der Südspange und die Lösungen für die Ostumfahrung Niedertraubling an – und auch die Weiterführung der Generalssanierung des Gymnasiums in Neutraubling und weiterhin der Kampf gegen die Polderpläne. Besonders wichtig: Taktverdichtungen bei Bus und Schiene!

Wenn Sie eine Prognose wagen: Wie steht der Landkreis am 31. Dezember 2020 da?

Ich bin mir sicher – am Ende des Jahres stehen wir wiederum noch ein bisschen stärker da!


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