08.01.2020, 23:29 Uhr

385 Unterstützerunterschriften nötig Mit Satire in den Regensburger Stadtrat – die Ribisl-Partie mitten im Malkampf

(Foto: Ribisl-Partie)(Foto: Ribisl-Partie)

Die Ribisl-Partie kandidiert in Regensburg mit einer eigenen Liste für die Stadtratswahlen am 15. März 2020 und schickt mit dem Aktionskünstler Jakob Friedl einen Oberbürgermeisterkandidaten ins Rennen. Mit der Malkampfzentrale im Ribisl-Haus hat die im Sommer ins Leben gerufene Wählervereinigung in kurzer Zeit und aus eigener Kraft einen gestaltbaren Kulturort geschaffen. Dort wird täglich Stadtteilkultur gelebt, für alle offen, selbstverwaltet, ohne Budget und belebt einzig und allein durch das persönliche Engagement der Akteure.

REGENSBURG Der Malkampf der Ribisl-Partie bietet die Möglichkeit, wichtige stadtpolitische Anliegen in künstlerischer Art und Weise auszudrücken und im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Die individuell gestalteten Malplakate kommentieren den Stadtraum ortsspezifisch.

Ribisl steht für dezentrale Stadtentwicklung durch Bürgerengagement, Stadtteilkultur, soziokulturelle Freiräume und eine offene Gesellschaft ohne Belanglosigkeit, Frust und Rassismus. Soziales und künstlerische Engagement muss an selbstgewählten Orten möglich und sichtbar werden und sich verstetigen können. Eine ökologische Wende braucht Raum für niederschwellige Experimente. Der öffentliche Raum vor der eigenen Haustür sollte für alle Bewohner der Stadt gestaltbar und somit interessanter werden. Im Stadtrat wird Ribisl alle sozialen und ökologischen Anliegen der anderen Parteien konsequent und tatkräftig unterstützen und dabei mithelfen, eine bessere politische Kultur zu etablieren.

Um im Ribisl-Haus und im öffentlichen Raum im Rahmen des Malkampfs nicht nur soziale Kunst machen zu können, sondern auch wählbar zu werden, benötigt die Ribisl-Partie für ihre beiden Wahlvorschläge jeweils 385 Unterstützerunterschriften. Eintragungsorte sind die Bürgerbüros Neues Rathaus, Nord, das BUZ in Burgweinting und die Kfz-Zulassungsstelle Johann-Hösl-Straße. Mit Stand vom 7. Januar 2020 sind erst 24 Unterschriften abgegeben worden. OB-Kandidat Friedl sagt dazu: „Scheinbar haben sich die Akteure bisher mit ,Wichtigerem‘ beschäftigt: Elektrik, Fußböden verlegen, Plakate malen, mit dem Fahrradanhänger ausfahren und aufstellen, kochen, musizieren, philosophieren. Alle, die das Ribisl-Projekt großartig finden, sollen ihre Freunde und Bekannten darauf aufmerksam machen und es mit ihrer Unterschrift unterstützen. Wir arbeiten in unserer Malkampfzentrale unermüdlich weiter daran, Kunst politischer zu machen und stadtpolitische Themen künstlerisch zu transportieren. Kommt, malt und nutzt den Freiraum im Ribisl-Haus!“


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