29.11.2019, 13:06 Uhr

Kommunalwahlen 2020 Katja Stegbauer geht in Lappersdorf als SPD-Bürgermeisterkandidatin ins Rennen

(Foto: Jürgen Krall)(Foto: Jürgen Krall)

Schon im Juli hatten sich die SPD-Ortsvereine Kareth, Lappersdorf und Hainsacker für Katja Stegbauer als Bürgermeisterkandidatin ausgesprochen. Jetzt wurde die 37-Jährige offiziell für das Rennen um den Chefsessel im Rathaus nominiert.

LAPPERSDORF „Lappersdorf braucht eine Bürgermeisterin, die den Mut hat, wichtige Entscheidungen zu treffen“, so Stegbauer in ihrer Bewerbungsrede. Für welche Ziele sich die dreifache Mutter, die neben ihrem Beruf als staatlich geprüfte Kinderpflegerin demnächst ein Studium der sozialen Arbeit abschließt, einsetzen wird, wurde durch Vorstellung des Wahlprogramms deutlich. „Ich will, dass jeder hier in Lappersdorf gut leben kann. Ich werde mich als Bürgermeisterin darum kümmern, dass Wohnraum bezahlbar bleibt, dass Familien ausreichend Betreuungsangebote für Kinder hier finden und Senioren die Unterstützung erhalten, um so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Die Ortskerne, wie die Ortsdurchfahrt von Lappersdorf, müssen vom Durchgangsverkehr entlastet werden und ich werde die Vereine und kulturellen Angebote stärken“, fasst Stegbauer zusammen. Stegbauer sieht auch in der städtebaulichen Entwicklung Lappersdorfs die Kommunalpolitik gefordert. „Die Filetstücke darf man nicht länger Bauträgern überlassen! Gemeinwohl geht vor Privatinteressen“, so Stegbauer.

In ihr Wahlprogramm haben die Genossen zahlreiche konkrete Maßnahmen aufgenommen, etwa einen Kindergarten in Lorenzen, eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren zentral in Lappersdorf, die Stärkung der offenen Jugendarbeit, die Verlängerung der Stadtbahn bis zum Gymnasium in Lappersdorf und den Ausbau des Radverkehrsnetzes. Zur Förderung bezahlbaren Wohnraums wird im Austausch zum Wahlprogramm noch die Forderung nach einer gemeindlichen Wohnungsbaugenossenschaft ergänzt. „Wir haben ein zukunftsorientiertes Wahlprogramm zusammengestellt, wir haben 24 tolle Kandidatinnen und Kandidaten für den Marktgemeinderat nominiert und mit Katja Stegbauer haben wir eine starke, engagierte und authentische Bürgermeisterkandidatin, die die richtige ist für eine familienfreundliche, sozial-kulturelle und ökologische Stadtrandgemeinde“, so die SPD-Kreis- und Markträtin Barbara Rappl.

In seinem Grußwort sprach Reinhard Peter, Landratskandidat der SPD, ebenfalls Kernforderungen für die Kommunalpolitik an. Die Stadtbahn müsse selbstverständlich nach Lappersdorf kommen und als Regionalbahn in die Landkreisgemeinden geplant werden, so Peter. Kurzfristig aber sei die Verbesserung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur nötig, wie ein verbesserter ÖPNV oder die Sallerner Brücke und die Mariaorter Brücke, so der SPD-Landratskandidat. Eine Herzensangelegenheit sei Peter als Gewerkschaftler die Tariftreue bei öffentlichen Auftragsvergaben und natürlich die Wiederbelebung der Landkreis-Wohnungsbaugenossenschaft für mehr bezahlbares Wohnen im Landkreis.

Mit Stegbauer setzen die Sozialdemokraten in Lappersdorf auf eine Kandidatin, die sich im letzten Jahr durch die Organisation einer Großdemo gegen eine AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke im Aurelium bekannt gemacht hat. Gegen die Pläne um ein Schießkino in Lorenzen, die vor wenigen Wochen bekannt wurden, positionierte sich Stegbauer als eine der ersten und initiierte eine Online-Petition, auf der über 700 Bürger in wenigen Tagen unterzeichneten.


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