29.11.2019, 11:04 Uhr

Für mehr Jugendbeteiligung „Höchste Zeit, das Wahlalter zu senken“ – Stadtjugendring präsentierte sich in Brüssel

(Foto: Bayerischer Jugendring/P. Wolf)(Foto: Bayerischer Jugendring/P. Wolf)

Als Beispielprojekt für Jugendarbeit in Bayern informierte der Regensburger Stadtjugendring in Brüssel über eine innovative Kampagne im Vorfeld der vergangenen Europawahlen.

BRÜSSEL / REGENSBURG Junge Menschen möchten in der Politik mitreden. Auch auf europäischer Ebene sollen die Interessen der Jugendlichen stärker in den Blickpunkt genommen werden. Das fordert der Bayerische Jugendring und will sich auch in Brüssel und Straßburg mehr Jugendbeteiligung einsetzen. Als „Botschafter der Bayerischen Jugendarbeit“ haben nun Oberpfälzer Jugendverbände und Jugendringe in Brüssel ihre Projekte vorgestellt: Der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Matthias Fack, hatte hierfür auf Landesebene mehrere Jugendverbände des Stadtjugendrings Regensburg sowie den Kreisjugendring Tirschenreuth ausgewählt.

Für die Regensburger war das eine besondere Auszeichnung. In der bayerischen Landesvertretung beteiligten sich die Ehrenamtlichen und jungen Engagierten an Workshops, an einer Podiumsdiskussion und stellten ihre Projekte den anwesenden Europaparlamentariern vor. Über positive Resonanz freute sich das Projekt mit zusammengehöriger Veranstaltungsreihe „This time I am voting“, welches ein breites Bündnis an Regensburger Jugendverbänden im Vorfeld der Europawahl organisiert hatte.

Partner der Sportjugend Regensburg waren hierbei unter anderem die DGB-Jugend, Regensburger Trachtenjugend und weitere Verbände des Stadtjugendrings. Die vielfältige Kampagne, die neben Informationsständen auch mit Kino- und Radiospots aufwartete, stellten in Brüssel Anna Gmeiner, Hanna Lippl, Jakob Scriver, Lukas Seitz, BJR-Landesvorstandsmitglied Andrea Huber, Philipp Seitz und Detlef Staude vor. Ihr Fazit fiel sehr positiv aus: „Wir konnten viele neue Eindrücke gewinnen und mit vielen Politikern sprechen“, sagte Sportjugend-Vorsitzender Detlef Staude, der die Arbeitsgruppe des Stadtjugendrings geleitet hatte.

Anna Gmeiner, Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings und von der DGB-Jugend freute sich über das große Interesse an der Aktion. Sie betonte, dass es höchste Zeit sei, dass das Wahlalter auf mindestens 16 Jahre gesenkt werde. Die Jugend sei politisch, so Gmeiner, und fordere deshalb vollkommen zu Recht eine Anpassung. Der jungen Generation sei es wichtig, gemeinsam für eine europäische Zukunft einzustehen und diese aktiv mitzugestalten. Dazu sei es nötig, nationale Egoismen zu überwinden und den lauter werdenden Gegnern der Demokratie konsequent entgegenzutreten.

Lob und Anerkennung für die gelungene Kampagne in Regensburg gab es unter anderem von der Europaparlamentariern Maria Noichl (SPD) sowie dem Landtagsabgeordneten und Europaausschussvorsitzenden Tobias Gotthardt (Freie Wähler) sowie dem Mitglied des Europaausschusses und jüngsten Abgeordneten im Bayerischen Landtag Florian Siekmann (Bündnis 90/Die Grünen). Für den Stadtjugendring und dessen Verbände sei die Einladung nach Brüssel eine schöne Bestätigung der hochwertigen politischen Arbeit gewesen, betonte Stadtjugendring-Vorsitzender Philipp Seitz. Zielsetzung des Bayerischen Jugendrings sei es gewesen, den jungen Menschen auf europäischen Parkett eine Stimme zu verleihen.

Laut dem Präsidenten des Bayerischen Jugendrings, Matthias Fack, sei es beim Tag der Jugend in Brüssel auch darum gegangen, dass junge Menschen ihre Themen nach Europa tragen möchten. Die Teilhabe der Jugendlichen sei deshalb im Blickpunkt gestanden. „Junge Menschen wollen beteiligt und ernst genommen werden.“

Für den Stadtjugendring Regensburg wird Europa weiterhin eines der Hauptthemen bleiben. Im kommenden Jahr stehen gleich mehrere internationale Jugendbegegnungen an, kündigte Vorsitzender Seitz an. Neben einer Jugendbegegnung in Neapel beteiligt sich der Stadtjugendring unter anderem am „European Youth Event“ in Straßburg und fährt zum Altstadtfest nach Brixen. Für Staude steht fest: „Wir stellen so wichtige Weichen, um junge Menschen für Europa zu begeistern.“


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