25.11.2019, 23:09 Uhr

Online-Petition SPD sammelt Unterschriften gegen Schießkino in Lappersdorf

Katharina Kohlmeyer und Katja Stegbauer. (Foto: SPD Lappersdorf)Katharina Kohlmeyer und Katja Stegbauer. (Foto: SPD Lappersdorf)

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Online-Petition gegen ein geplantes Schießkino in Lappersdorf. Nach einer Woche zählte die Petition schon mehr als 700 Unterschriften und wurde online rege geteilt und diskutiert.

LAPPERSDORF „Wir sind von dem Erfolg unserer Petition überwältigt. Als wir von den Plänen einer Schießanlage hier in Lorenzen erfuhren, wollten wir alles tun, um dies zu verhindern. Mit unserer Petition haben wir deutlich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde eine solche Anlage nicht wollen“, erklärt Katja Stegbauer, Bürgermeisterkandidatin der Lappersdorfer SPD. Zusammen mit Katharina Kohlmeyer hatte sie die Online-Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Dass nun der Investor der Schießanlage sein Angebot überraschend zurückgezogen hat, freut die beiden jungen Frauen sehr.

Insbesondere die Pläne, in der Anlage unter anderem auf 300m auch Personen ohne Waffenbesitzkarte schießen zu lassen und darin auch ein Waffengeschäft zu eröffnen, entsetzten Stegbauer und Kohlmeyer. „Damit wäre Lappersdorf ein Eldorado für Waffenfans aus der ganzen Region geworden. Das hätte weder mit dem sportlichen Gedanken eines Schützenvereins noch mit dem Übungscharakter für Behörden oder Jäger etwas zu tun gehabt“, ist sich Stegbauer sicher. Darüber hinaus kritisieren beide Frauen auch einen weiteren Aspekt: „Eine über 300 Meter lange und acht Meter breite Halle quasi auf die grüne Wiese zwischen Feldern und Bäumen und direkt neben bewohntes Gebiet zu stellen, ist unverantwortlich gegenüber Mensch, Tier und Natur“, so Stegbauer.


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