12.10.2019, 00:00 Uhr

Innenminister Joachim Herrmann „Wir werden Hass und Gewalt gegen Juden niemals dulden“

(Foto: galdzer/123RF)(Foto: galdzer/123RF)

„Jüdischer Glaube und jüdische Kultur sind ein unverzichtbarer Teil unseres Landes. Hass und Gewalt gegen Juden werden wir in Bayern niemals dulden!“ Mit diesen klaren Worten hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Solidaritätsaktion „Wir stehen auf gegen Antisemitismus“ an die Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gestellt.

BAYERN Aufgerufen zu der heutigen Solidaritätsaktion hatte die Allianz gegen Rechtsextremismus der Metropolregion Nürnberg und der Bürgerinitiative für Menschenrechte Mittelfranken. Der Schutz jüdischen Lebens in Bayern ist kein Lippenbekenntnis, machte Herrmann deutlich. „Die Staatsregierung und ich persönlich stehen als starke und verlässliche Partner dafür ein, dass Juden in Bayern sicher und in Frieden leben können“, so der Innenminister.

Herrmann nannte es unerträglich, wenn Hass verbreitet und gegen Juden gehetzt werde. An manchen Schulen in Deutschland würden jüdische Kinder ausgegrenzt und gemobbt, Juden seien gar auf offener Straße angegriffen worden, weil sie eine Kippa trugen. Hinzu komme eine gefährliche Verrohung auch der politischen Sprache, kritisierte Herrmann. Die Shoa werde zum „Vogelschiss“ unserer Geschichte verharmlost und das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ diffamiert. „Wer sich so äußert, stellt sich gegen Demokratie und Freiheit und hat aus der Geschichte nichts gelernt!“, so Herrmann. Sein Appell: „Alle Demokraten sind aufgerufen, gegen antisemitische Tendenzen aufzustehen, geistige Brandstifter zu stellen und für unsere gemeinsame Wertebasis einzutreten!“


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