03.10.2019, 21:32 Uhr

Arbeitswelt 2025 – Unternehmen aus der Region diskutierten über Veränderungsprozesse

Diskutierten über die Arbeitswelt in der Digitalisierung: Thomas Genosko, IHK Regensburg, Sofie Geisel, Geschäftsführerin der DIHK Service GmbH, Petra Hofmann, Geschäftsführerin Hofmann Leiterplatten GmbH, Markus Müller, BMAS, Thomas Hofmann, Geschäftsführer Hofmann Leiterplatten GmbH. (Foto: Schessl)Diskutierten über die Arbeitswelt in der Digitalisierung: Thomas Genosko, IHK Regensburg, Sofie Geisel, Geschäftsführerin der DIHK Service GmbH, Petra Hofmann, Geschäftsführerin Hofmann Leiterplatten GmbH, Markus Müller, BMAS, Thomas Hofmann, Geschäftsführer Hofmann Leiterplatten GmbH. (Foto: Schessl)

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt neue Geschäftsmodelle, neue Wettbewerbsstrukturen und sie verändert die Arbeitsinhalte grundlegend. Was das für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet, darüber diskutierten Personalverantwortliche ostbayerischer Unternehmen bei der Hofmann Leiterplatten GmbH in Regensburg gemeinsam mit Vertretern von IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

REGENSBURG „Wenn sich die Organisation von Produktions- und Arbeitsprozessen verändert, werden sich auch die Arbeitsplätze und die Art zu Arbeiten verändern“, zeigte sich Thomas Genosko, Abteilungsleiter bei der IHK Regensburg, sicher. Hierauf sollten die Firmen gemeinsam mit der Politik Antworten finden.

Digitalisierung als Gestaltungsaufgabe

Markus Müller, Referatsleiter beim BMAS, stellt fest, dass Unternehmen und Öffentlichkeit bei der Digitalisierung der Personalarbeit nicht mehr nur darüber reden, welche Jobs künftig wegfallen werden. Vielfach sieht er Gestaltungswillen, die Berufsprofile von morgen zu entwickeln. Dass dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Arbeitszeit nicht mehr zum Zeitgeist passen, darüber waren sich die Diskutanten einig. Das jüngste „Stechuhr-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet Arbeitgeber dazu, die tägliche Arbeitszeit jedes Mitarbeiters über ein verlässliches System genau zu erfassen. Denn gleichzeitig ermögliche die Digitalisierung Unabhängigkeit vom Arbeitsort und der Arbeitszeit und tue den Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Flexibilität und Autonomie und einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Chancengleichheit genüge. Auch künftig müsse die Personalpolitik in den Unternehmen den Spagat schaffen zwischen rechtlichem Korsett, menschlichen Interessen und betrieblichen Anforderungen.

Trotz konjunkturell schwachem Ausblick drück die Firmen in der Region nach wie vor der Fachkräftemangel. Laut Geschäftsführer Thomas Hofmann von der Hofmann Leiterplatten GmbH aus Regensburg wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Vor allem Auszubildende in technischen Berufen seien Mangelware.


0 Kommentare