21.09.2019, 08:24 Uhr

Sechs Monate vor der Kommunalwahl Wahlkampf in Regensburg – Plakate, Kandidaten und prominente Unterstützung


Knapp sechs Monate sind es noch bis zu den Kommunalwahlen am 15. März 2020. Am 15. September 2019 – exakt sechs Monate vor dem Wahltermin – brachten sich in der Stadt Regensburg zwei Gruppierungen in Stellung, die sich so gar nicht gewogen sind. SPD und „Brücke“ starteten mit ihren ersten Plakatkampagnen.

REGENSBURG Es knirscht in der Regensburger Parteienlandschaft. Bei der CSU ist es aktuell verdächtig ruhig, ab und zu geistert Bürgermeister-Kandidatin Dr. Astrid Freudenstein durch die sozialen Netzwerke, es werden Fotos gepostet, Termine angekündigt. Am 19. September gab es hier dann doch einen erste Überraschung: Stadträtin Brigitte Schlee verlässt die CSU und geht zu den Freien Wählern. Die Grünen setzen auf Veranstaltungen mit den Bürgern – und tun das auch mit Plakaten kund. Die SPD kämpft mit internen Querelen – und die „Brücke“, der neue Verein des vorläufig suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs – macht einen Infostand nach dem anderen.

Seit dem Wochenende sind zumindest SPD und „Brücke“ einen Schritt weiter – die ersten Plakate hängen. Für viele zu früh, für die Spitzenkandidaten Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Joachim Wolbergs und ihre Wahlkampf-Teams aber wohl genau richtig. War es Zufall, dass beide Gruppierungen in der selben Nacht ihre Plakate aufhängen? Nun, daran kann man glauben, muss man aber sicher nicht ...

Die SPD versucht nun, mit Plakaten die Bürgerinnen und Bürger zu animieren, ihre Ideen für die Stadt Regensburg zu übermittelt. „Deine Stadt, Deine Ideen“ haben die Sozialdemokraten deshalb plakatiert. Sie hoffen, an die Mail-Adresse idee@spd-r.de möglichst viele Vorschläge zu bekommen, was man in der Stadt Regensburg (noch) verbessern könnte. Oder auch, was man ganz neu entwickeln könnte. Der Phantasie sind hier sicher keine Grenzen gesetzt, Möglichkeiten gibt es viele für innovative Projekte in der Domstadt. Am Samstag, 21. September, stellt die SPD dann die Stadtratsliste auf – auch hier knirscht es, hat man doch einige bekannte Namen an die „Brücke“ verloren, andere haben offenbar nicht mehr das Vertrauen der Spitzenkandidatin. Für Samstag ist also alles offen – von demonstrativem Frieden bis hin zur großen Schlammschlacht.

Bei der „Brücke“ hingegen gibt man sich demonstrativ geschlossen. Der Wahlkampf ist auf den Spitzenkandidaten Joachim Wolbergs ausgerichtet. So wird unter anderem das Motto „Weil Aufgeben keine Option ist“ plakatiert. Und Wolbergs lässt keine Gelegenheit aus, in den sozialen Netzwerken präsent zu sein. Am Sonntag, 15. September, feierte man zum Beispiel ein Sommerfest. Und da konnte Wolbergs einen prominenten Unterstützer für die „Brücke“ gewinnen. Der Kabarettist, Musiker und Moderator Hannes Ringlstetter ist jetzt bei der „Brücke“ dabei und unterstützt Wolbergs im anstehenden Kommunalwahlkampf. Ansonsten setzt man auch bei der „Brücke“ auf den Begriff „Ideen“, der Verein trägt ihn ja bereits in seinem Namen, der vollständig „Brücke – Ideen verbinden Menschen“ lautet.


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