17.09.2019, 22:17 Uhr

Spitzengespräch Gemeinsam für optimale Digitalisierung der Oberpfalz

Spitzengespräch zum Thema Breitband, Mobilfunk, Digitalbonus an der Regierung der Oberpfalz. (Foto: Regierung/Kammermeier)Spitzengespräch zum Thema Breitband, Mobilfunk, Digitalbonus an der Regierung der Oberpfalz. (Foto: Regierung/Kammermeier)

Sie ist das Zukunftsthema Nummer eins und die maßgeblich notwendige Grundlage dafür, dass die Oberpfalz auch in Zukunft in der ersten Liga der Wirtschaftsregionen mitspielen kann: die Digitalisierung.

REGENSBURG „Wir sprechen hier von einer Schlüsseltechnologie, die darüber entscheidet, ob unsere Region, vor allem die ländlichen Gebiete, weiterhin Schritthalten können“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt. Um sich über den aktuellen Sachstand bei den Themen Breitband, Mobilfunk und Digitalbonus, aber auch über zukünftige Herausforderungen und notwendigen Handlungsbedarf bei diesem für eine moderne Gesellschaft essentiellen Thema auszutauschen, hatte der Regierungspräsident zu einem Spitzengespräch in die Regierung der Oberpfalz eingeladen.

Daran teil nahmen neben Vertretern von Mobilfunkunternehmen, der Regierung der Oberpfalz auch Spitzenvertreter der Wirtschaft – Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, Dr. Georg Haber und Jürgen Kilger, Präsident bzw. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Johannes Helmberger und Hermann Brandl, Vorstandsvorsitzender bzw. Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. Bezirksgruppe Oberpfalz – sowie Vertreter des Bayerischen Finanzministeriums und des Wirtschaftsministeriums.

„Mit diesem Gespräch wollen wir insbesondere den Vertretern der Wirtschaftsverbände und der Mobilfunkunternehmen eine Möglichkeit zum direkten Austausch bieten“, so Regierungspräsident Bartelt. Er betonte, dass die Oberpfalz aktuell gut dastehe – fünf Jahre in Folge war sie mit 2,6 Prozent zuletzt im Jahresdurchschnitt 2018, der Regierungsbezirk mit der geringsten Arbeitslosenquote, das wirtschaftliche Wachstum ist überdurchschnittlich, der Mittelstand stabil. „Das ist in großem Maße der Verdienst unserer Unternehmen, die in den vergangenen Jahren den digitalen Wandel mit viel Engagement angenommen und mitgestaltet, sich neu strukturiert und als moderne Arbeitgeber neu aufgestellt haben. Dies wollen wir von Seiten des Freistaats auch in Zukunft bestmöglich unterstützen.“

Die Regierung der Oberpfalz entwickelte sich bei der staatlichen Förderung im Bereich der Digitalisierung in den vergangenen Jahren zu einem landesweiten Kompetenzzentrum. Bereits seit 2016 ist sie aktiv mit der fachlichen Koordinierung des Förderprogramms Digitalbonus befasst. Das von der Bayerischen Staatsregierung zur Förderung für kleine und mittlere Unternehmen ins Leben gerufene Programm soll diese bei der digitalen Transformation unterstützen. In der Oberpfalz ist der Digitalbonus gefragt: Fast 1.400 Unternehmen haben bereits einen Antrag eingereicht, um Unternehmensprozesse und -bereiche zu digitalisieren und zu vernetzen sowie die IT-Sicherheit im Unternehmen auszubauen. Verbesserungspotential sahen die Wirtschaftskammern hier bezüglich des monatlichen Antragskontingents, welches in der Anzahl begrenzt und deshalb zu schnell ausgeschöpft sei.

Das Bayerische Mobilfunkzentrum, das seit 2018 an der Regierung angesiedelt und für ganz Bayern zuständig ist, bildet das zweite Standbein der Digitalen Förderung an der Regierung der Oberpfalz. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen hier alles daran, das Mobilfunkförderprogramm der Bayerischen Staatsregierung effektiv und bestmöglich umzusetzen, um so gemeinsam mit den Kommunen und den Mobilfunkbetreibern die Mobilfunkversorgung im Freistaat zu verbessern“, versicherte Regierungspräsident Bartelt.

Ein weiteres wichtiges Thema bildetet der Breitbandausbau. Auch hier ist die Oberpfalz gut aufgestellt: Bereits 223 der 226 Kommunen befinden sich im bayerischen Förderverfahren. Bisher wurden von der Regierung der Oberpfalz als zuständige Förderbehörde 321 Bescheide mit einer Fördersumme von fast 130 Millionen Euro erlassen. Weiterhin „ausbaufähig“ ist die Zahl der Anträge im Rahmen des Förderverfahrens des Bundes mit Kofinanzierung des Freistaats. Auch dieses Programm können Gemeinden in Anspruch nehmen, um noch vorhandene Lücken zu erschließen.

Digitalisierung als ständiger Prozess

Regierungspräsident Bartelt dankte den Teilnehmern für das offene Gespräch und versicherte, die Anregungen der Vertreter an die Staatsregierung weiterzugeben. „Digitalisierung ist ein ständiger Prozess, den wir als Regierung der Oberpfalz weiterhin voranbringen wollen und werden.“ Daher werde man diesen Austausch bei Interesse gerne im Rahmen eines regelmäßigen Runden Tisches etablieren.


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