17.08.2019, 23:04 Uhr

Christian Janele Kostenlose Nutzung von Bus und Bahnen in Regensburg? – „Das ist unrealistisch.“

(Foto: Thomas Maurer)(Foto: Thomas Maurer)

Christian Janele, Vertreter der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) – Wir für Regensburg“ im Stadtrat und OB- Kandidat würde sich die kostenlose Nutzung von Bus und Bahnen in Regensburg wünschen, doch er weiß: „Das ist unrealistisch.“

REGENSBURG Er und seine Wählergemeinschaft lehnen daher das Ansinnen der Grünen ab, die einen innerstädtischen Nahverkehr in Regensburg kostenlos machen möchten: „Das ist auch bei einer guten Haushaltslage auf Dauer kaum machbar.“ Wichtig ist für den CSB-Vertreter, „ein überschaubares Preisgefüge, mit Tickets, die sich alle leisten können“. Zudem müssten die Fahrpläne im Öffentlichen Personennahverkehr „optimal den Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden“. Da seien neben Arbeitnehmern und Schülern auch Menschen zu berücksichtigen, die in der Stadt bummeln oder Freizeit- und Bildungseinrichtungen nutzen. „Für alle müssen wir die Fahrpläne flexibel gestalten.“ Zudem denkt Janele an ein Vielfahrer-Ticket für das gesamte Netz zu einem günstigen Preis, das an allen Tagen genutzt werden kann. Und: „Wir müssen die Kapazitäten im ÖPNV stetig steigern, um der Nachfrage gerecht zu werden und den Bürgern den Umstieg vom Auto auf Bahn und Bus grundsätzlich attraktiv zu gestalten: „Wenn dafür die Einnahmen genutzt werden, ist das für jeden Bürger nachvollziehbar.“ Wichtig sei auch: „Mit den laufenden Verbesserungen im Angebot des ÖPNV müssen wir jetzt beginnen, nicht irgendwann!“ Schließlich wachse das Verkehrsaufkommen in Regensburg stetig.

Eine Stadtbahn auf Schienen, wie sie derzeit geplant ist, lehnt Christian Janele weiterhin ab und plädiert wie bereits mehrfach berichtet, für eine „flexible Stadtbahn auf Gummireifen“. Um ganz genau zu erfahren, was die Nutzer des ÖPNV wollen, will der CSB-Stadtrat und Oberbürgermeisterkandidat Bürgerinnen und Bürger und die Anbieter des Öffentlichen Personennahverkehrs dazu befragen: „Pendler aber auch die Bus- und die Taxifahrer kennen die tatsächlichen Probleme. Sie haben sicher auch ein paar Anregungen parat, wie die gelöst werden könnten.“ Sich bei den Bürgern „plump mit einem kostenlosen ÖPNV anzubiedern, der der Stadt nur gewaltige Unkosten beschert“, hält Janele „billigen Stimmenfang“.


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