14.08.2019, 07:42 Uhr

Politik Petition – die Regensburger Maxstraße soll wieder schöner werden

Die Maximilianstraße in der Regensburger Innenstadt sollte eine Flaniermeile werden – die Gestaltung war von Anfang an umstritten. (Foto: Stadt Regensburg)Die Maximilianstraße in der Regensburger Innenstadt sollte eine Flaniermeile werden – die Gestaltung war von Anfang an umstritten. (Foto: Stadt Regensburg)

Seit Jahren fristet sie ein Schattendasein – die Maximilianstraße, von vielen meist nur Maxstraße genannt, in Regensburg. Alle Bemühungen, das Einfallstor zur Stadt wieder aufzuhübschen und interessant zu machen, sind fehlgeschlagen. Neues Pflaster, neue Lampen – alles hat nichts gebracht. Einige Regensburger, die sich auch in Sachen historischer Straßenbahn engagieren, wollen das nun ändern.

REGENSBURG „Rettet unsere Maxstraße“, so ist die Petition überschrieben, die man seit dem Wochenende online unterzeichnen kann. „Die Maximilianstraße ist in einem erbärmlichen Zustand“, heißt es seitens der Initiatoren. Und weiter: „Die Straße befindet sich in einer Abwärtsspirale. Die Geschäfte stehen leer, der graue Plattenbelag ist extrem unattraktiv, die gesichtslosen Leuchtstelen geben dem tristen Ambiente den letzten ,Schliff‘.“

Die Petition fordert unter anderem umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen, ein attraktives Altstadtkopfsteinpflaster und eine dem historischen Ambiente angepasste Straßenbeleuchtung. Absenkbare Einfahrpoller sollen verhindern, dass sich Fahrzeuge in die Maxstraße „verirren“, die hier eigentlich nichts zu suchen haben. Die alte Tram soll „als querliegender Fahrstuhl zwischen den Geschäften“ dienen, was genau damit gemeint ist, wird nicht näher erläutert. Zudem werden mehr Grün und Sitzgelegenheiten gefordert. Die Maxstraße müsse angesichts der Kommunalwahlen zum „Projekt mit Top-Priorität“ werden, der Bereich vom Hauptbahnhof bis zum Ernst-Reuter-Platz müsse als Eingangstor zur Altstadt mit einbezogen werden. „Unser Ziel ist eine vitale, pulsierende, prosperierende und attraktive Maximilanstraße in Regensburg und eine Erhöhung der Attraktivität der Altstadt für die Bürger zum Flanieren, Verweilen, Shoppen und Erholen“, so die Initiatoren, allen voran Jan Mascheck, der auch bei der IG Historische Straßenbahn federführend aktiv ist.

Die Diskussion um die Maxstraße ist wahrlich nichts Neues, Anfang der 2000er-Jahre wurde ein Wettbewerb umgesetzt, der Umbau fand dann 2002 statt. In den letzten Jahren ist es aber wieder etwas ruhiger geworden. Seitens der Stadt hat man sich eher auf den Kernbereich der Altstadt konzentriert. Spätestens mit dem Umbau des Ernst-Reuter-Platzes wird aber auch die Frage der Maxstraße wieder Thema werden (müssen).


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