09.08.2019, 20:50 Uhr

„UfO“ Die Stadt Regensburg errichtet eine neue Unterkunft für Obdachlose

(Foto: Michael Heim/123rf.com)(Foto: Michael Heim/123rf.com)

In Regensburg gibt es künftig eine ganzjährige Unterkunft mit Tagesaufenthalt für Obdachlose, abgekürzt „Ufo“. Dies beschloss der Stadtratsausschuss für Soziales. Möglich wird dies durch die Anmietung eines Hauses in der Landshuter Straße.

REGENSBURG „Mit einem ganzjährigen und ganztägigen Angebot, mit dem niederschwelligen Zugang und der sozialpädagogischen Unterstützung gibt es jetzt ein sehr gutes Angebot für diesen speziellen Personenkreis“, erklärt Stadträtin Evelyn Kolbe-Stockert und bedankt sich im Namen der SPD-Fraktion beim Amt für Soziales für das zugrundeliegende Konzept und die Planung dieser Einrichtung. Weiter erläutert sie: „Obdachlosigkeit birgt Gefahren für die körperliche Unversehrtheit, die grundrechtlich in Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes garantiert wird. Aus diesem Kontext heraus ergibt sich eine kommunale und ordnungsrechtliche Pflichtaufgabe. Mit der Einrichtung der „UfO“ schafft die Stadt in Erfüllung dieser Aufgabe menschenwürdige Rahmenbedingungen für eine Unterbringung und ergänzt das schon bestehende Angebot an Unterbringungsmöglichkeiten in der Stadt sinnvoll.“

Im Zusammenhang mit der Einrichtung der „UfO“ berichtete die Stadtverwaltung auch über das Kälteschutzprojekt im Winter 2018/19. Die Kälteschutzeinrichtung war vom 2. November 2018 bis 31. März 2019 geöffnet. Jeden Tag für die Zeit von 17 bis 9 Uhr am nächsten Tag konnten hier obdachlose Personen einen Schlafplatz finden. Sehr positiv wirkten die Sprechstunden, die zweimal in der Woche von Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialdienstes geleistet wurden, sowie die Beratungsstunde einmal in der Woche durch die Regensburger Sozialen Initiativen. Diese führte zur Stabilisierung einiger Obdachloser und zur Vermittlung in eigenen Wohnraum. Bei den Besuchern der Einrichtung handelte es sich um Personen mit den unterschiedlichsten Problemlagen, für die eine Beratung und Unterstützung nur sehr engmaschig erfolgen kann. Dafür war das Netz zwischen dem Amt für Soziales und den beteiligten Institutionen sehr hilfreich. Die Kälteschutzeinrichtung wurde sehr gut angenommen, sogar noch besser als im ersten Probejahr. Dies bestätigte auch die Notwendigkeit für ein solches Angebot in Regensburg. Alle daran Beteiligten waren sich einig, dass eine solche Einrichtung ganzjährig zur Verfügung stehen und ein Tagesaufenthalt geschaffen werden sollte, was mit der Einrichtung der „UfO“ jetzt tatsächlich geschieht.


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