05.08.2019, 10:52 Uhr

Von Klassik über Jazz bis zur Artistik Die Rewag-Nächte begeisterten mit hervorragenden Künstlern aller Genres

„Rewag-Klassik im Park“: „Munich Baroque“ im Stadtpark Regensburg. (Foto: Uwe Moosburger)„Rewag-Klassik im Park“: „Munich Baroque“ im Stadtpark Regensburg. (Foto: Uwe Moosburger)

Das Regensburger Stromversorgungsunternehmen Rewag veranstaltete wieder die „Rewag-Klassik im Park“ am Freitag, 02. August, und die „Rewag-Nacht in Blau“ am Samstag, 03. August. Kaum eine „Rewag-Nacht“ in den vergangenen Jahren hat so viele unterschiedliche Künstler präsentiert wie die Diesjährige.

REGENSBURG Die Musiker boten alle Stilrichtungen von Klassik bis Hip-Hop, von Jazz bis Klezmer, von Rock bis Chansons. Daneben wurde im Rahmen einer Kunstaktion ein überdimensionaler Scherenschnitt erstellt, Jonglage und Artistik geboten, Stelzengeher und Straßentheater konnten bewundert werden.

Die „Rewag-Klassik im Park“ am Freitag, 02. August, startete um 18 Uhr mit einer Premiere auf der Grünen Bühne: dem ersten Auftritt des Rewag-Kammerorchesters, das mit „Jubileo!“ den 300. Geburtstag von Leopold Mozart fokussierte. Das Renner Ensemble widmete seinen Auftritt dem Freistaat Bayern mit Liedern aus der Gründerzeit und dem bayerischen Brauchtum. Munich Baroque zeigte Querverbindungen von Komponisten, Instrumentalisten und Sängern aus der Barockzeit, die sich länderübergreifend künstlerisch inspirieren ließen. Das Duo Grabitzky & Honselmann startete auf der Blauen Bühne mit ihrer Interpretation zu Duetten und Liedern von Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms. Danach präsentierte das Trio Tem-pera Wolfgang Amadeus Klaviertrio, Joseph Haydns Zigeunertrio und Ástor Piazollas „The Four Seasons of Buenos Aires“. Das Lorenz Kell-huber Trio, das an beiden Abenden zu hören war, entführte seine Hörer in eine Klangwelt aus Jazz mit Elementen der Klassik, Blues, Gospels und Ambient Rock. Das Duo Souris, Veronika Eder an der Harfe und Stefan Shen am Cello, widmeten sich der Gattung der romantischen Fantasien französischer Komponisten. Im Anschluss gab es auf der Orangenen Bühne das AGV-Hornquartett zu hören, ein reines Blech-bläser-Ensemble, das Werke von Friedrich Constantin Homilius und Nikolay Tcherepnin aufführte. Die Russisch-orthodoxe-Kirche lud alle Gäste ein, die Messe zu besuchen.

„Rewag-Nacht in Blau“

Die „Rewag-Nacht“ in Blau am Samstag eröffneten Peter Witmann und das Ballhausorchester, die das Publikum auf der Grünen Bühne mit gutem Aussehen und rassigen Rhythmen und Melodien in die schillernde Welt des Schlagers und der Chansons der Zwanziger- und Dreißigerjahre entführten.

Danach gab auch am Samstagabend das Lorenz-Kellhuber-Trio auf der Grünen Bühne sein Stelldichein. Den Abschluss bildete „JoJo Effect“. Sängerin Anne Schnell begeisterte die Zuhörer mit leicht ironischen Texten und einer Mischung aus Latino-Rhythmen, groovendem NuJazz und swingenden Beats. Die Band „funkAlarm“ begann den Abend auf der Blauen Bühne funky, soulig und tanzbar. Balkan- und Klezmermusik gemischt mit irischem, russischem und südamerikanischem Liedgut gaben „Gitanes Blondes“ im Anschluss zum Besten. Last but not least heizten Ferge X Fisherman dem Publikum mit Hip-Hop und internationalem Flair ein und begeisterten zusammen mit Sängerin Ki’luanda die Menschen vor der Bühne am See. Auf der neuen Orangen Bühne zeigten „The Flunkyballs“, dass in ihren Songs Hip-Hop, Pop und Soul zu kreativen Arrangements verschmelzen. Fagott, Flöte, Kontrabass und Gitarre kamen bei Adabei zum Einsatz. Sie setzten musikalische Stile wie Folk, Jazz, Bayerisch und Klassik nebeneinander und kreierten so einen ganz speziellen und einzigartigen Sound. Sowohl am Freitag als auch am Samstagabend beendete ein Videojockey das Programm auf der Orangen Bühne. Unter dem Motto „The eyes want to dance“ erlebten die Besucher visuelle Highlights auf hohem Niveau. Trio Trikolore präsentierte französische Chansons in aufregenden Versionen. Sie waren an verschiedenen Stellen im Park zu hören.

Führungen, Klaviermusik, Kunst, Walking Acts und Workshops

Im Kunstforum Ostdeutsche Galerie wurden am Freitag und Samstag Führungen angeboten. Eine der Führungen widmete sich der Sonderausstellung „Katharina Sieverding. Deutschland wird deutscher“. Bei der zweiten Führung standen Bilder im Fokus, wie man sie sonst nie zu sehen bekommt: von beiden Seiten. Oft findet sich auch auf der „Rückseite“ eine Skizze oder sogar ein vollendetes Motiv. Die Ausstellung „Verborgene Doppelbilder“ zeigt einige solcher Beispiele. Und natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder einen Rundgang durch die Schausammlung. Im Kunstzelt griffen die Museumspädagoginnen zusammen mit den Besuchern die Idee der „Verborgenen Doppelbilder“ auf. Sie verknüpften zwei Motive miteinander und experimentierten mit weiteren optischen Spielereien.

Die Rote Bühne war das ganze Wochenende fest in der Hand der Klavierklassen der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg. Durch das bunte Klavierprogramm führte an beiden Abenden Prof. Michael Seewann.

Auf der Gelben Wiese schuf Florian Toperngpong am Freitag und Samstag im Rahmen eines eigeninitiierten Kunstprojekts mit einem Scherenschnitt-Panoptikum eine Reminiszenz an alte, visuell-erzählerische Techniken. Außerdem konnten hier am Samstag die „Living Flags“ bestaunt werden. Jonas Dürrbeck begeistert mit Akrobatik an der Vertikalstange und ließ Schauspielerei, Equilibristik und Artistik verschmelzen. Ebenfalls samstags auf der Gelben Wiese: Jonglage auf höchstem Niveau, mit Humor und Wortwitz präsentiert von Peter Gerber.

Wer im Stadtpark flanierte, traf vermutlich auch auf die Walking Acts. Mirjam und Stefan Avellis streiften als Phantasiewesen auf Stelzen durch den Park, Stephan Zenger entführte die Zuschauer in die Welt des Straßentheaters und der Magie.

Die Kleinsten kamen im Kindergarten im Stadtpark auf ihre Kosten. Hier gab es Lesungen und Musik sowie eine Ausstellung der Bilder von Katharina Brasseler. Oder sie ließen sich beim Kinderschminken in fabelhafte Fantasiewesen, in Superstars oder in ihr Lieblingstier verwandeln.

Neues Logisitik-Konzept, neues Catering, altbewährte Partner

„Die logistischen Änderungen haben sich ausgezahlt“, resümiert Bernhard Büllmann, Vorstand der Rewag. „Jetzt ist die neue Betitelung der Bühnen nach Farben für den Besucher natürlich irrelevant. Aber die Ausweitung des Geländes in den hinteren Teil des Parks mit deutlich mehr Beleuchtung und die dort neue entstandene Orangene Bühne haben das gesamte Gelände und die Besucherströme deutlich aufgelockert.“ Auch auf der erstmals bespielten „Gelben Wiese“ herrschte reges Treiben. „Der „Snack-Court“ wurde sehr gut angenommen.Martin Gottschalk, Leiter Unternehmenskommunikation der Rewag und verantwortlich für die Rewag-Nächte: „Alles in allem waren es wieder zwei Abende, die bei rund 25.000 Besuchern auf großen Zuspruch stießen. Das alles ist natürlich nur möglich, weil wir seit vielen Jahren mit hervorragenden Partnern zusammenarbeiten, die uns unterstützen.“


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