30.07.2019, 17:54 Uhr

100 Prozent Zustimmung Nominierung in Regensburg – „Brücke“ geht mit Joachim Wolbergs in den OB-Wahlkampf

Mit einem einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung im Rücken: Joachim Wolbergs wagt mit der „Brücke“ einen erneuten Anlauf – er will Oberbürgermeister von Regensburg bleiben. (Foto: Ursula Hildebrand)Mit einem einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung im Rücken: Joachim Wolbergs wagt mit der „Brücke“ einen erneuten Anlauf – er will Oberbürgermeister von Regensburg bleiben. (Foto: Ursula Hildebrand)

Ein Oberbürgermeister, der wieder Oberbürgermeister werden will – im Jahr vor den Kommunalwahlen ist das an sich nichts Ungewöhnliches. In Regensburg 2019 allerdings schon, denn da will der SPD-Oberbürgermeister, der aktuell vorläufig suspendiert ist, für eine neue Gruppierung, die „Brücke“, Rathauschef werden. Am Montagabend, 29. Juli, sprachen ihm 88 anwesende Mitglieder das Vertrauen aus, eine weitere abgegebene Stimme war ungültig.

REGENSBURG Joachim Wolbergs ließ in seiner Bewerbungsrede seinen politischen Werdegang Revue passieren, er schilderte die Zeit nach dem 14. Juni 2016, dem Tag der Durchsuchungen, er nahm Bezug auf die Haft, das Verfahren und das Urteil – und er schilderte, dass er vieles gelernt habe aus dieser Zeit. Vor allem werde er künftig Menschen nicht mehr so schnell be- und verurteilen, wie auch er das in der Vergangenheit gelegentlich getan hat. Man müsse mehr reflektieren und nachdenken, auch wenn es um politische Entscheidungen geht.

Wolbergs stellte auch erste Themen vor, die die „Brücke“ in den Wahlkampf und die künftige Politik in der Stadt Regensburg einbringen will. Regensburg wachse, im Schnitt um 2.000 bis 3.000 Einwohner pro Jahr. Dies stelle die Politik vor Probleme. Ziel müsse es sein, die hohe Lebensqualität in der Stadt zu erhalten. Wirtschaft und Hochschulen, Verkehr und Wohnen – das seien Themen, mit denen man sich befassen müsse. Die Kultur- und Kreativwirtschaft müsse einen hohen Stellenwert haben, ebenso wie die Altstadt. Wolbergs setzt dabei bei seiner Arbeit auf den Dialog mit den Menschen, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, „ich will es in dieser Stadt nochmal reißen, ich will begeistern, ich habe eine Menge Ideen“. Und er schloss mit emotionalen Worten: „Man hat mich beinahe gebrochen, aber ich habe gekämpft – aufgeben, war niemals eine Option!“ Ein Zeichen setzt er hier nun mit der erneuten Kandidatur.

89 Wahlberechtigte der „Brücke“ waren bei der Versammlung anwesend, 89 Stimmzettel wurden abgegeben, 88 waren gültig. Diese 88 gültigen Stimmen entfielen alle auf Joachim Wolbergs. Die Stadtratsliste wird die „Brücke“ im September aufstellen.


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