27.07.2019, 08:57 Uhr

Kommunalwahlen Hemauer SPD setzt auf Frauen-Power – Petra Lutz soll Bürgermeisterin werden!

Ortsvereinsvorsitzender Thomas Mirwald, Bürgermeisterkandidatin Petra Lutz, Kreisvorsitzender Rainer Hummel. (Foto: SPD Hemau)Ortsvereinsvorsitzender Thomas Mirwald, Bürgermeisterkandidatin Petra Lutz, Kreisvorsitzender Rainer Hummel. (Foto: SPD Hemau)

Die Hemauer Sozialdemokraten haben am Donnerstag, 25. Juli, Stadträtin Petra Lutz zur Bürgermeisterkandidatin gekürt. Die Mitglieder des Ortsvereins schickten die 55-Jährige mit 100 Prozent Zustimmung ins Rennen um den wichtigsten politischen Posten der Stadt.

HEMAU In ihrer Bewerbungsrede hatte Lutz deutlich gemacht, dass die SPD in Hemau endlich wieder eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen stellen will. Zuletzt war dies 1994 der Fall – und das ist nun immerhin schon 25 Jahre her. „Ein Wechsel von politischer Verantwortung – und von politisch Verantwortlichen – muss möglich sein und ist von Zeit zu Zeit sicher auch notwendig. Das ist Demokratie! Und es ist Zeit, es ist Zeit für den Wechsel in Hemau! Ich bin zuversichtlich, zu diesem Wechsel beitragen zu können“, so Lutz. Die 55-Jährige zeigte sich zuversichtlich, „als Bürgermeisterin viel bewegen zu können, unsere Stadt voranzubringen, weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen“. Sie wolle die politische Arbeit in der Gemeinde „umfassender und moderner zu gestalten, gemeinsam mit dem Stadtrat – kreativ, fortschrittlich, kooperativ und partnerschaftlich“. Viele Hemauer Bürgern hätten ihr signalisiert, „dass sie eine lebendige politische Kultur wollen – eine konstruktive Zusammenarbeit aller, im Stadtrat, zwischen den Fraktionen, mit der Verwaltung, mit den Bürginnen und Bürgern – und einer Bürgermeisterin an der Spitze, die den offenen Dialog sucht und einen ehrlichen und fairen Umgang mit allen pflegt. Ich habe die Zuversicht, dass mir das gelingt“, so Lutz.

An Themen mangele es dabei nicht in Hemau: Man müsse sich um die Ansiedelung arbeitsbringenden Gewerbes und eine Verbesserung beim ÖPNV kümmern. Die Themen Umwelt und Erneuerbare Energie seien auch für eine Kommune wie Hemau wichtig. „Wir müssen für bezahlbarer Wohnraum für Singles, für ältere Menschen und natürlich auch für Familien, die sich kein Eigenheim leisten können oder möchten, sorgen“, so Lutz. Als „Herzensanliegen“ bezeichnete sie, „dass wir bei unseren Allerkleinsten gut aufgestellt sind. Hier gilt es, eine zuverlässige Betreuung zu gewährleisten – und das wohnortnah nach dem Grundsatz ,kurze Beine, kurze Wege‘“. Dabei sei die Qualität der Betreuung besonders wichtig. „Mit kleinen Gruppen und qualifiziertem Personal und engen Vernetzungen, mit Angeboten der Kultur und der Sportvereine – so stelle ich mir das vor.“ Bei der Mittelschule müsse man immer auch ein Auge auf die Standorterhaltung werfen. Und: „Auch ein Blick in die Zukunft ist angebracht – eine Realschule im Westen des Landkreises? Warum nicht in der zweitgrößten Gemeinde bzw. der flächenmäßig größten Gemeinde? Warum nicht in Hemau?“

Die anwesenden Mitglieder der Hemauer SPD quittierten die Bewerbungsrede mit viel Applaus – und mit einem einstimmigen Votum Ortsvereinsvorsitzender Thomas Mirwald gratulierte und schwor die Mitglieder bereits jetzt auf den Wahlkampf ein. Die Glückwünsche des Kreisverbandes überbrachten Kreisvorsitzender Rainer Hummel und die stellvertretende Vorsitzende Ursula Hildebrand.

Nun heißt es kämpfen bis zum 15. März 2020, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Lutz kann hier auch ihre politischen Erfahrung in die Waagschale werfen: Die Bürgermeisterkandidatin ist seit über elf Jahren für die SPD im Hemauer Stadtrat und dort auch Fraktionssprecherin. Sie ist zudem über fünf Jahren Mitglied im Kreistag. „In beiden Gremien bin ich nah an den Menschen und ihren Sorgen und Nöten. In verschiedenen Ausschüssen und Gremien konnte ich mich sowohl in Hemau als auch im Landkreis einbringen. Als stellvertretende Vorsitzende der Landkreis-SPD kann ich zudem auch parteiintern mitgestalten.“ Und genau darum geht es – Lutz will nicht nur reden, was alles besser werden sollte. Sie will anpacken, ihre Ideen umsetzen und so Hemau und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in eine gute Zukunft führen.


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