03.07.2019, 10:42 Uhr

Blockade angekündigt Am Freitag soll in der Stadt gar nichts mehr gehen – wünscht sich „Fridays for Future“!

Bislang beschränkten sich die Freitagsdemos auf viel Lärm und nachdenkliche Pappschilder. (Foto: Eckl)Bislang beschränkten sich die Freitagsdemos auf viel Lärm und nachdenkliche Pappschilder. (Foto: Eckl)

Freitags wird ja auch in Regensburg eifrig demonstriert. Die Bewegung „Fridays for Future“ hat sich auch die Domstadt als Veranstaltungsort für die Kundgebungen ausgesucht. Am Freitag, 5. Juli, soll das nun eine neue Dimension erlangen - von Blockade ist die Rede.

REGENSBURG Wir werden „am Aktionstag gleichzeitig an acht verschiedenen altstadtnahen Plätzen Kundgebungen veranstalten, die eine Zufahrt zur kompletten Altstadt mit privaten Pkw verhindern“ werden, so die Ankündigung in einer Einladung zu einer Pressekonferenz. „Im Zuge dieser ,Verkehrsstilllegung’ werden wir acht auf die Stadt Regensburg zugeschnittene Maßnahmen einfordern. Wir sind überzeugt davon, dass einschneidende Veränderungen in unserer Stadt notwendig sind, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen“, heißt es weiter.

Es war klar, dass diese Ankündigung nicht unbeantwortet bleibt. Denn durch eine Blockade wird es auch viele Menschen treffen, die dringend in die Stadt müssen – den Kranken, der einen Arzttermin hat, den Senior, der auf den Rollstuhl angewiesen ist und nicht anders in die Stadt kommt, die alleinerziehende Mutter, die pünktlich zu einem Termin erscheinen muss – und unzählige weitere private Personen, die einfach nur ihren Anliegen nachgehen wollen und müssen. Anliegen, die im Übrigen legitim sind, denn auch der Besuch eines Museums in der Innenstadt, der Einkaufsbummel durch die Altstadt oder der Besuch von Freunden ist nichts, wofür man sich schämen muss – auch dann nicht, wenn man diese Fahrten mit dem Auto erledigt. Eine Blockade des Verkehrs könnte nun den Tatbestand der Nötigung erfüllen. Um Eskalationen zu vermeiden, arbeitet man seitens der Stadt an einem Konzept, das die Wünsche und Rechte aller berücksichtigt – das Recht der Demonstrationsfreiheit, aber auch das Recht, eine Straße mit dem Auto zu benutzen.

Eine Entscheidung, was genau nun stattfinden kann und was nicht, wird wohl erst am Mittwoch oder am Donnerstag fallen, teilt eine Sprecherin der Stadt Regensburg auf Wochenblatt-Anfrage mit. „In einem Kooperationsgespräch, das in der letzter Woche stattgefunden hat, hat man sich auf ein ergänzendes Konzept geeinigt, das am Freitag von den Veranstaltern eingereicht wurde. Dieses wird nun von der Verwaltung ,bearbeitet‘.“

Man darf also gespannt sein, welche Szenen sich am Freitag in der Regensburger Innenstadt abspielen ...


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