28.06.2019, 11:04 Uhr

Neubefassung im Herbst Erster Erfolg für das Wehr Pielmühle – Umweltausschuss des Landtags kommt zum Ortstermin

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Erfolg für die Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt (Freie Wähler) und Sylvia Stierstorfer (CSU): Gemeinsam haben sie die von der Bürgerinitiative gegen das geplante Wasserkraftwerk am beliebten Pielmühler Freizeitwehr eingebrachte Petition im Umweltausschuss des Landtags unterstützt.

LAPPERSDORF Ihr Erfolg nach intensiven Gesprächen mit Ausschussmitgliedern, Ministeriumsvertretern und Minister Thorsten Glauber: Der Umweltausschuss hat die Behandlung der Petition auf Herbst verschoben und wird sich vor Ort in Pielmühle informieren. Dabei soll es auch Gespräche mit den Petenten und betroffenen Bürgern geben. Das Genehmigungsverfahren, so die Empfehlung des Ausschusses, solle einstweilen ruhen.

Für Gotthardt ist klar: „Unser Einspruch war erfolgreich: Die heutige Entscheidung des Umweltausschusses zur Pielmühler Petition ist eine gute Entscheidung. Sie wird der Tragweite der geplanten Maßnahme gerecht. Mit der Zusage eines Ortsbesuches zeigt der Ausschuss, dass er die Einwände der Bevölkerung ernst nimmt. Entscheidend ist auch der erklärte Hinweis des Ausschusses, das Genehmigungsverfahren am Landratsamt Regensburg vorerst ruhen zu lassen. Ich werde den Prozess weiter intensiv begleiten – und parteiübergreifend an der besten Lösung arbeiten. Pielmühle ist ein Freizeitwehr – und für Wasserkraft denkbar ungeeignet. Ein Pilotprojekt macht dort Sinn, wo es Vergleichswerte gibt – also an bestehenden Kraftwerkstandorten. In Pielmühle ist all das nicht gegeben.“

Stierstorfer betont: „Durch meine Erfahrung als langjährige Vorsitzende des Petitionsausschusses war es mir wichtig, einen Ortstermin zu erreichen. Im Dialog vor Ort mit den Petenten und betroffenen Bürgern kommt man oft zu ganz anderen Einschätzungen und Ergebnissen. Ich habe bereits viele dieser Gespräche mit Betroffenen und Bürgern geführt, denn die Pläne für ein Wasserkraftwerk in Pielmühle beschäftigen uns schon längerer Zeit. Deshalb hoffe ich sehr, dass wir mit dem Ortstermin endlich einen Durchbruch erreichen. Denn es steht außer Frage, dass das Freizeitwehr für die Naherholung der Region von unschätzbarem Wert ist und dieser Freizeitwert nicht negativ beeinträchtigt werden darf.“


0 Kommentare