18.06.2019, 21:26 Uhr

„Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ Städtebauförderung – 3,6 Millionen Euro für zwölf Gemeinden in der Oberpfalz

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Stadt- und Ortskerne von Kommunen erleben einen starken Wandel. Dies merkt man besonders in den Fußgängerzonen, wenn Gebäude und Geschäfte leer stehen. Kommunen, die kreative Ideen haben und sich nachhaltig für eine Instandsetzung ihrer Zentren einsetzen, erhalten von Bund und Freistaat finanzielle Unterstützung.

BAYERN „In diesem Jahr unterstützen wir zwölf Gemeinden in der Oberpfalz mit rund 3,6 Millionen Euro von Bund und Freistaat. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen stehen damit sechs Millionen Euro nur für Projekte in der Oberpfalz zur Verfügung“, teilte Bayerns Bauminister Dr. Hans Reichhart heute mit.

Die Stadt Freystadt kann mit dieser Unterstützung ihr Haus am Marktplatz 47 sanieren. Das Gebäude von 1370 steht unter Denkmalschutz, eine Sanierung ist dementsprechend aufwändig. Vorgesehen ist ein Umbau zum Stadtarchiv mit Multifunktionssaal. Die Marktgemeinde Kümmersbruck kann dank der Mittel ihren Dorfplatz neugestalten. Auch das ist ein bedeutendes Projekt zur Aufwertung des zentralen Bereiches zwischen Schloss und Kirche.

Das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet Innenstadt“ unterstützt bayernweit 93 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 34,5 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 54,1 Millionen Euro. Ziel ist eine bessere und vielfältigere Nahversorgung. Bauminister Reichhart will außerdem soziale Wohnformen und Infrastruktureinrichtungen damit fördern. „Wir wollen den öffentlichen Raum aufwerten sowie Stadtbaukultur und stadtverträgliche Mobilität pflegen. Zudem unterstützen wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gerade das gemeinsame Handeln von Wirtschaft, Bürgerschaft und öffentlicher Hand trägt wesentlich zum Erfolg bei“, so Reichhart.

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Der Bund ist und bleibt ein verlässlicher Partner an der Seite der Länder und Kommunen: Auch 2019 stellen wir knapp eine Milliarde Euro an Bundesfinanzhilfen für die städtebauliche Förderung zur Verfügung. Darüber hinaus fokussieren wir 2019 unsere Unterstützung stärker auf den Erhalt und die Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen sowie die Nutzung innerörtlicher Brachflächen für den Wohnungsbau. Damit leisten wir einen Beitrag zur Innenentwicklung und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Gleichzeitig setzen wir so ein Ergebnis des Wohnungsgipfels um. Die Schaffung von neuem Wohnraum muss immer auch mit einer attraktiven Umfeldgestaltung und guten Infrastrukturen einhergehen.“

Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen auch in diesem Jahr mit Bundesfinanzhilfen der Städtebauförderung in Höhe von 790 Millionen Euro. Die Städtebauförderprogramme „Soziale Stadt“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Stadtumbau“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ und „Zukunft Stadtgrün“ werden auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt. Hinzu kommt der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ mit 200 Millionen Euro Programmmitteln des Bundes, mit dem die Kommunen den wichtigen Ausbau und die Sanierung ihrer sozialen Infrastruktur vorantreiben können. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Staatliche Finanzhilfen für Städtebauförderungsmaßnahmen in der Oberpfalz

Cham, Stadtkern, 300.000 Euro

Freystadt, Altstadt, 240.000 Euro

Hemau, Stadtkern, 30.000 Euro

Kümmersbruck, Ortskern, 480.000 Euro

Neunburg vorm Wald, Altstadt, 60.000 Euro

Neutraubling, Stadtmitte, 480.000 Euro

Parsberg, Altstadt, 240.000 Euro

Regensburg, Obermünsterviertel, 960.000 Euro

Regenstauf, Marktkern, 420.000 Euro

Roding, Stadtkern und Mitterdorf, 30.000 Euro

Schierling, Ortskern, 300.000 Euro

Wörth an der Donau, Altstadt, 60.000 Euro


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