17.06.2019, 18:57 Uhr

Investoren für Bau gewinnen Bestand an Wohnungen in Bayern 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 60.000 gestiegen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

In Bayern gibt es immer mehr Wohnungen. Der Bestand an Wohnungen ist im Jahr 2018 auf 6,43 Millionen Wohnungen angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag gibt es unter dem Strich knapp 60.000 mehr Wohnungen in Bayern.

BAYERN Für Bayerns Bauminister Hans Reichhart ist das ein gutes Zeichen, dennoch sind die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für Reichhart kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen: „Das reicht noch lange nicht. Deshalb dürfen wir Investoren, die Wohnungen bauen wollen, nicht abschrecken. Die aktuelle Berliner Diskussion zum Mietendeckel ist Gift für den Markt. Durch weitere Verbote erhält keiner ein neues Dach über dem Kopf. Wer jetzt durch Phantomdiskussionen den Wohnungsbau abwürgt, ist dafür verantwortlich, dass die Mieten weiter steigen und Wohnungen unerschwinglich werden.“ Der Freistaat Bayern geht die Wohnungsknappheit anders an. Reichhart: „Wir haben anders als Berlin wieder einen Rekordetat mit 1,7 Milliarden Euro im Doppelhaushalt für den Wohnungsbau.“

Der größte Teil der Wohngebäude sind laut aktueller Statistik Eigenheime (2,63 Millionen Gebäude oder 85,9 Prozent). Die privaten Einfamilienhausbauer will Reichhart mit der Wohnraumförderung auch gezielt für den Wohnungsbau gewinnen. Den Bestand an Mietwohnungen weitet der Freistaat mit seinen staatlichen Wohnungsbaugesellschaften aus. Vielleicht sollten die Berliner Mieteraktivisten einfach mal Bayern nacheifern, statt immer nur wohlfeil andere in die Pflicht zu nehmen“, so Reichhart.

„Gerade weil wir Investoren für den Mietwohnungsbau gewinnen wollen, müssen wir den Bauherrn verlässliche Rahmenbedingungen bieten. Wer jetzt die Miete deckelt, wie es in Berlin die rot-rot-grüne Politik vorleben möchte, setzt ein fatales Zeichen für private Vermieter! Für jemanden, der sein Dachgeschoss ausbauen wollte, um so einfach Wohnraum zu schaffen, wird das dann ein Risiko, weil sich die Investitionskosten für diesen nicht mehr rechnen.“

Auch die Wohnfläche pro Kopf steigt seit zehn Jahren ständig an. Waren es vor rund 30 Jahren noch 37,5 Quadratmeter pro Einwohner, so ist die durchschnittliche Wohnfläche laut Statistik auf 48,1 Quadratmeter gestiegen.


0 Kommentare