11.06.2019, 15:46 Uhr

Wahlen sowie Rück- und Ausblicke Jahreshauptversammlung der SPD Kumpfmühl – Mitglieder für langjährige Treue geehrt

Dr. Thomas Burger (l.) und Katja Vogel (r.) mit den Jubilaren Gottfried Simmang, Anneliese Lazar, André Pöhler, Dr. Johann Berger (v.l.n.r.) sowie Dr. Klaus Rappert (hinten l.) und Juba Akili (hinten r.). (Foto: Dr. Bastian Vergnon)Dr. Thomas Burger (l.) und Katja Vogel (r.) mit den Jubilaren Gottfried Simmang, Anneliese Lazar, André Pöhler, Dr. Johann Berger (v.l.n.r.) sowie Dr. Klaus Rappert (hinten l.) und Juba Akili (hinten r.). (Foto: Dr. Bastian Vergnon)

„Die SPD scheint aktuell in keiner guten Lage zu sein, das ist uns allen klar. Umso wichtiger ist es jetzt, aktiv zu bleiben und auch all die guten Dinge nicht zu vergessen, die vor Ort erfolgreich bewirkt wurden und werden“, so Stadtrat Dr. Thomas Burger, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kumpfmühl/Königswiesen/Ziegetsdorf, bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung. So stand neben der Ehrung langjähriger Mitglieder und Wahlen auch ein Rück- und Ausblick des Ortsvereinsvorsitzenden sowie des Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus Rappert auf der Tagesordnung.

REGENSBURG Dr. Burger warf in seinem Bericht einen zufriedenen Blick auf die Mitgliederentwicklung des Ortsvereins: „Wir haben in den letzten zehn Jahren einen Mitgliederzuwachs von rund 20 Prozent verzeichnen können und sind mit Abstand der größte SPD-Ortsverein in Stadt und Landkreis Regensburg. 2018 haben wir doppelt so viele Ein- wie Austritte gehabt.“ Er sehe darin die Arbeit des Vorstands bestätigt. „Wir waren sehr aktiv und haben nicht nur intern diskutiert, sondern waren oft mit den Menschen vor Ort im Gespräch.“ Er erinnerte an Bürgergespräche, öffentliche Diskussionsrunden zu den Themen „Zukunft Wohnen“ mit der Landtagsabgeordneten Margit Wild und „Stadtpolitik aktuell“ mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Fraktionsvorsitzendem Dr. Klaus Rappert, sowie zahlreiche Infostände, eine eigene Stadtteilzeitung „Südblick“ sowie monatliche, parteiöffentliche Vorstandssitzungen. „Für eine gelungene Ortsvereinsarbeit ist ein Vereinsleben, an dem sich alle Mitglieder beteiligen können, ein wichtiger Baustein“, ist sich der Vorsitzende sicher. „Wir als Ortsverein leben dieses Miteinander und sehen Politik als Dienstleistung – sach-, bedürfnis- und themenorientiert. Wir sind offen im Austausch, niemand wird ausgegrenzt. Das ist sicher ein Grund dafür, dass wir so stabil stehen.“

Politisch habe sich der Ortsverein beziehungsweise dessen Stadträte im letzten Jahr unter anderem eingesetzt für eine bedarfsgerechte Lösung für das Jugend- und Familienzentrum Königswiesen, eine Aufwertung und Sanierung des Karl-Bauer-Parks, die Generalsanierung der Grundschule Königswiesen, der Erweiterung des Von-Müller-Gymnasiums samt Neubau der Turnhalle und einen stattlichen Finanzierungzuschuss für die Sporthallensanierung beim ESV 1927. Auch bei vermeintlich kleineren Themen wie einer sicheren Einmündung von der Wolframstraße in die Augsburger Straße oder die Installation einer Fußgängerampel zur Entschärfung der Einmündung Karthauser Straße/Ludwig-Thoma-Straße habe man angeschoben.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Mit großer Dankbarkeit wandte sich der Vorsitzende anschließend an langjährige Mitglieder: „Wenn wir vom guten Zusammenhalt und dem beständigen Wachsen des Ortsvereins sprechen, dann gehören dazu natürlich auch unsere verdienten Mitglieder, die unserer Partei schon lange Jahre die Treue halten. Deshalb freut es mich besonders, dass wir vier Mitglieder heute für insgesamt 140 Jahre SPD ehren dürfen“, machte Dr. Burger deutlich. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten André Pöhler und Gottfried Simmang eine Anstecknadel, eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk. Anneliese Lazar wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. 50 Jahre – so lang hält Dr. Johann Berger der SPD bereits die Treue. Dafür wurde das langjährige Vorstandsmitglied des Ortsvereins Kumpfmühl/Königswiesen/Ziegetsdorf und Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus in Stadt und Landkreis Regensburg ebenfalls mit einer Urkunde, einer Anstecknadel und einem Geschenk ausgezeichnet. „Solche Menschen wie Euch braucht die Sozialdemokratie! Egal, ob aktiv oder passiv, ihr seid eine Bereicherung für unsere Partei“, bedankte sich Dr. Burger bei den Jubilaren, die er gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Katja Vogel ehrte.

Im Anschluss standen die Wahlen auf der Tagesordnung: In einer Nachwahl wurden Jens Schindler, bislang schon Beisitzer, zum weiteren Stellvertreter für Dr. Thomas Burger gewählt, als weitere Beisitzerin Deniz Zelluh. Delegiert für die Kommunalwahlkonferenzen wurden Katja Vogel, Dr. Thomas Burger, Dr. Bastian Vergnon, Claudia Neumaier, Juba Akili, Jens Schindler sowie Dr. Hannaleena Pöhler.

Blick über den Tellerrand

Für den Blick über den Tellerrand sorgte SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Rappert mit seinem Vortrag „Gut für Regensburg“. Dort stellt er die Arbeit der sozialdemokratischen Stadträtinnen und -räte für Regensburg vor. Er bedankte sich dabei ausdrücklich bei den anwesenden örtlichen Stadträten Juba Akili, Dr. Thomas Burger und Katja Vogel für ihre Arbeit. „Alle drei sind wichtige Stützen für unsere Fraktion.“

Schwerpunkte von Dr. Rapperts Vortrag bildeten die Themen Wohnen, Verkehr und Umwelt. Beim Thema Wohnen machte er deutlich, dass Regensburg seit Jahren in den Top 10 der meisten fertiggestellten Wohnungen sei, dass man hier aber nicht nachlassen wolle, denn „nur so kann es auf Dauer gelingen, die explodierenden Kaufpreise einzudämmen“, wie Dr. Rappert deutlich machte. Über die „Stadtbau“ als städtische Tochter möchte man Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen. Hier sei gewünschtes Ziel der SPD, niedrigere Mietpreise durchzusetzen, die deutlich unter dem aktuellen Mietspiegel lägen.

„Es muss uns gelingen, den ÖPNV attraktiver zu machen und den Radverkehr zu stärken, sonst droht uns gerade im Bereich rund um die Altstadt ein Verkehrskollaps“, machte der Fraktionsvorsitzende bei seinem zweiten Schwerpunkt deutlich. Dass die Stadtbahn nun endlich auf den Weg gebracht ist, sei zwar ein wichtiger Meilenstein, allerdings dauere es, bis diese tatsächlich fahre. Zudem könne diese nur ein Baustein im Gesamtkonzept sein.

Umwelt und Nachhaltigkeit – auch das ein Zukunftsthema für Dr. Rappert. „Auch wenn man diese Themen häufig einer anderen Partei zuschreibt: auch wir als SPD haben das im Auge. Das zeigen viele Projekte, die wir in den letzten Jahren auf den Weg gebracht haben.“ Dabei nannte er unter anderem die Verabschiedung des Leitbilds „Energie und Klima“, das beispielsweise die Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2050 um 80 bis 90 Prozent, den Ersatz fossiler Energieträger sowie die Erhöhung des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad, Fußgänger) am Verkehr von 49 auf 60 Prozent vorsehe. Auch das Energiebildungszentrum im Nibelungenareal, die Förderung der Gebäude- und Haushaltsgeräteeffizienz, die Erstellung eines Grün- und Freiflächenkonzeptes sowie die Förderung der Elektromobilität nannte der Fraktionsvorsitzende als Beispiele. „Das ist aber noch lange nicht alles und wir werden auch weiterhin nachhaltig an den Zukunftsthemen arbeiten. Davon gibt es mehr als genug.“ Dem schloss sich auch Dr. Burger an: „Egal, ob in der Fraktion oder im Ortsverein: Wir haben viel erreicht, aber es gibt noch genug zu tun. Wir sind gern bereit, uns diesen Zukunftsaufgaben zu stellen.“


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