28.05.2019, 19:16 Uhr

Verleihung am 27. Juni Projekt „CampusAsyl Sport“ wird mit dem Bayerischen Integrationspreis 2019 ausgezeichnet

Angelika Frey und Studentenpfarrer Hermann Josef Eckl. (Foto: ce)Angelika Frey und Studentenpfarrer Hermann Josef Eckl. (Foto: ce)

Am 27. Juni 2019 verleihen Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Joachim Herrmann, Bayerischer Integrations- und Sportminister um 14.30 Uhr im Maximilianeum den Bayerischen Integrationspreis 2019. D

REGENSBURG/BAYERN Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Bayerische Integrationspreis steht 2019 unter dem Motto „Der Sport schafft‘s, der Sport macht’s“. Die Jury, die sich aus Mitgliedern des Bayerischen Integrationsrates zusammensetzt, darunter auch Abgeordnete des Bayerischen Landtags, hat nun die diesjährigen Preisträger bekanntgegeben.

1. Preis: „CampusAsyl Sport“, Regensburg

Projektträger: „CampusAsyl“ e. V.

Projektverantwortliche: Angelika Frey

Das Projekt „CampudAsyl Sport“ ist eine Plattform der Regensburger Hochschulen und trägt zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern bei. 400 Aktive stellen hier eine große Bandbreite an Sport-Angeboten auf die Beine, die auf ebenso einfache wie effektive Weise gelebte Integration ermöglichen. Darüber hinaus werden aber auch spezielle Deutschkurse für Frauen, für Kinder und Jugendliche sowie für Studenten und Berufstätige angeboten. „CampusAsyl“ organisiert daneben auch einen Dolmetscherpool und ein Förderprogramm für studierende Flüchtlinge. Hierfür nutzt das Netzwerk die Ressourcen und Kompetenzen der Hochschule, wodurch auch eine wissenschaftliche Begleitung ermöglicht wird.

2. Preis: „Auch du kannst es bringen, Bro“ – Breakdance-Multiplikatoren-Projekt Würzburg

Projektverantwortlicher: Thomas Bagdas

Das Breakdance-Multiplikatoren-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund gemeinsam über den Sport zu Erfolg, allgemeiner Anerkennung und Steigerung des Selbstwertgefühls zu verhelfen. Das Projekt will dem Publikum zeigen, dass bei dieser Sportart auf einfache Weise die Grenzen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts oder des Alters überwunden werden können. Typische Aktionen sind Auftritte in Schulen, bei Festen im Stadtzentrum oder bei öffentlichen Veranstaltungen auch außerhalb Bayerns. Interessierten Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, an Breakdance-Workshops oder Tanz-AGs teilzunehmen.

3. Preis: „STAR – Starkes Team Außergewöhnlicher Ruderer“, Würzburg

Projektträger: Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e. V.

Projektverantwortliche: Cornelia Drewitzki

Rudern für und mit jugendlichen Flüchtlingen, das bietet die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e. V. seit 2015 an. Nach oftmals traumatischer Flucht über das Mittelmeer soll es auf diese Weise Kindern und Jugendlichen im Mannschaftsboot ermöglicht werden, das Element Wasser auch wieder mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen. Neben dem Rudern bietet die ROW aber auch Schwimmen und Hallensportarten an. Insgesamt haben bislang über 200 Jugendliche mit Fluchterfahrung an den ROW-Sportprogrammen teilgenommen und auf diese Weise das Rudern und natürlich auch das Schwimmen gelernt. Da wortwörtlich alle in einem Boot sitzen, werden gleichzeitig Werte wie Fairness, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Neben dem Rudern bietet der Verein einen von Trainerinnen geleiteten wöchentlichen Schwimmkurs für Frauen und Mädchen an. Darüber hinaus unterstützt er die jungen Menschen auch bei der Praktikums- und Jobsuche oder bei Behördengängen.


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