22.05.2019, 19:45 Uhr

Sylvia Stierstorfer zu Gast in Würzburg Die Stiftung „Kulturwerk Schlesien“ macht schlesische Geschichte und Kultur erlebbar

Paul Hansel, Stellvertr. Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Kulturwerk Schlesien, Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Anja Weismantel, Vorzimmer, Dr. Ulrich Schmilewski, Geschäftsführer der Stiftung. (Foto: Geschäftsstelle der Beauftragten)Paul Hansel, Stellvertr. Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Kulturwerk Schlesien, Sylvia Stierstorfer, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Anja Weismantel, Vorzimmer, Dr. Ulrich Schmilewski, Geschäftsführer der Stiftung. (Foto: Geschäftsstelle der Beauftragten)

Am 21. Mai besuchte die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, die Stiftung Kulturwerk Schlesien in Würzburg.

PFATTER/WÜRZBURG Bei der Begrüßung dankten der Geschäftsführer des Kulturwerks, Dr. Ulrich Schmilewski, und der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Stiftung „Kulturwerk Schlesien“ und Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Oberbayern, Paul Hansel, der Beauftragten und der Bayerischen Staatsregierung für die Förderung im Rahmen des Doppelhaushalts 2019/2010, durch den der Fortbestand des Kulturwerks gesichert werden kann. So wird das Kulturwerk auch weiterhin seiner Rolle „als maßgeblicher Bewahrer schlesischer Kultur und als akademische Begegnungsstätte gerecht werden können“, so Stierstorfer. „Das Kulturwerk Schlesien leistet hervorragende Arbeit, und es ist gut, dass wir in Bayern einen Ort haben, an dem schlesische Geschichte und Kultur so erlebbar wird“.

Das 1952 im oberpfälzischen Neumarkt gegründete Kulturwerk hat die Aufgabe, Schlesien als Kulturlandschaft bekannt zu machen und zu erhalten. Dabei arbeitet es in zunehmendem Maße auch mit polnischen Wissenschaftlern, Kulturschaffenden und Studierenden zusammen, um gemeinsam den Beitrag Schlesiens zum europäischen Kulturerbe zu vermitteln. Zu diesem Zweck richtet es – auch in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen – Nachwuchstagungen für deutsche und polnische Akademiker aus, veranstaltet Studientagungen zu Kunst, Literatur und Geschichte Schlesiens, gibt das „Jahrbuch für schlesische Kultur und Geschichte“ und die Zeitschrift „Schlesischer Kulturspiegel“ heraus und bietet Angehörigen der Erlebnisgeneration wie auch ihren Kindern und Enkel die Möglichkeiten, zu Fragen der Heimatgeschichte und Genealogie zu forschen.

Im Verlauf ihres Besuchs konnte die Beauftragte auch einen Blick in die umfangreiche Bibliothek des Kulturwerks werfen, die allerdings demnächst nach Görlitz umziehen wird. Dabei lobte Stierstorfer die weit über Bayern – und inzwischen auch bis nach Polen reichende – Ausstrahlungskraft des Kulturwerks Schlesiens, das „der richtige Ort ist, um den Menschen den Reichtum einer einzigartigen Kulturlandschaft nahezubringen. Uns Bayern verbindet viel mit Schlesien, umso mehr als die Schlesier und Oberschlesier nach dem Zweiten Weltkrieg die zweitgrößte Gruppe der Heimatvertriebenen gestellt, und in den Jahrzehnten seither entscheidend zum Wiederaufbau und Wohlstand des Freistaats beigetragen haben. Dafür gebührt unseren Landsleuten mit schlesischen Wurzeln herzlicher Dank“, so die Beauftragte bei Ihrem Besuch in Kulturwerk in Würzburg.


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