04.05.2019, 09:24 Uhr

Fridays for Future Hohe Teilnahmezahl – 1.300 Schüler demonstrieren nach Schulschluss für das Klima

Ein Bild einer Firdays-for-Future-Demo während der Schulzeit. (Foto: Eckl)Ein Bild einer Firdays-for-Future-Demo während der Schulzeit. (Foto: Eckl)

Wow! Die protestierenden Schüler haben mit der Ankündigung, erstmals in Regensburg nach Schulschluss zu demonstrieren, einen Coup gelandet. Die Polizei lobte die Demonstranten obendrein!

REGENSBURG Am Freitag, 3. Mai, fand im Zeitraum von 15.30 Uhr bis 18 Uhr eine Versammlung unter dem Motto „Fridays for Future“ statt. Der Aufzug verlief vom Neupfarrplatz über Bismarckplatz, Arnulfsplatz, Haidplatz, Neupfarrplatz, Dachauplatz und Thundorferstraße wieder zurück zum Neupfarrplatz. Die Demonstration hatte in der Spitze ca. 1.300 Teilnehmer. Aus polizeilicher Sicht war die Versammlung friedlich. Es kam zu keinen Sicherheitsstörungen. Im Umfeld kam es aufgrund kurzer Verkehrssperren zu leichten Verkehrsstörungen. Die einsatzführende Polizeiinspektion Regensburg Süd bedankt sich bei den Demonstrationsteilnehmern für ihr ordnungsgemäßes Verhalten und bei den von den Sperren betroffenen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern für das gezeigte Verständnis.

Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Aumer hat sich am Freitag mit den Vertretern der Bewegung getroffen. Er erklärt dies im Wortlaut:

Seit mehreren Monaten finden die Fridays for Future Demos statt. Vorbild für die Klimastreiks in ganz Deutschland ist die Schülerin Greta Thunberg. Die Schwedin bestreikt immer an einem Freitag ihre Schule, um sich für den Klimaschutz einzusetzen. Auch in Regensburg hat sich eine Ortsgruppe von Friday for Future gegründet. Mit bis zu 1.000 Teilnehmern kämpfen die Jugendlichen für Aufmerksamkeit und einen verstärkten Klimaschutz. Diesen Freitag gehen Sie bereits zum vierten Mal in Regensburg demonstrieren.

Im April hat Friday for Future konkrete Forderungen an die Politik gerichtet, die in ihren Augen für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens und das 1,5°C-Ziel notwendig sind. Nach der Ansicht von Peter Aumer ist die Friday for Future Bewegung mit dem Aufstellen dieser Forderungen einen wichtigen nächsten Schritt gegangen, um einen gesamtgesellschaftlichen Dialog zum Thema Klimaschutz anzustoßen und einen konstruktiven Austausch politischer Ideen zu ermöglichen.

Der Bundestagsabgeordnete Aumer hat das Orga-Team von Friday for Future Regensburg daher zum Dialog eingeladen, um sich über deren Inhalte und Forderungen auszutauschen. Aumer: „Ich freue mich, dass sich junge Menschen Gedanken über unsere Zukunft machen. Darum ist es mir auch wichtig mit Fridays For Future Regensburg ins Gespräch zu kommen und die Themen, die sie bewegen, zu diskutieren. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen im Hinblick auf die Natur und die Gesellschaft bewältigen.“

Mit dem Orga-Team der FfF Regensburg lotet das Büro vom Bundestagabgeordneten Aumer gerade einen Termin für ein gemeinsames Treffen mit den anderen Abgeordneten aus der Region aus. Bei diesem sollen die Forderungen der jungen Leute nicht nur Gehör finden, sondern auch kritisch diskutiert werden.

Neben Politik und Wirtschaft sieht Aumer beim Thema Klimaschutz auch eine hohe individuelle Eigenverantwortung. Aumer: „Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen kann jeder Einzelne in seinem persönlichen Umfeld zum Klimaschutz beitragen. Über eine lokale Initiative der Montessori Schule Regensburg, im Rahmen des Projekts Umweltschule in Europa, habe ich mich erst im März informiert.“