26.04.2019, 09:17 Uhr

Auftaktveranstaltung Bürgerbegehren „Radentscheid Regensburg“ benötigt circa 6.000 Unterstützerinnen und Unterstützer

(Foto: Armin Schmid)(Foto: Armin Schmid)

Eine Gruppe engagierter Regensburger Bürger startete am Donnerstag, 25. April, die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren unter dem Namen „Radentscheid Regensburg“ zur Verbesserung des Radverkehrsnetzes. Formuliertes Ziel des Radentscheids ist der Ausbau der Radinfrastruktur in Regensburg. Dieser soll so erfolgen, dass Radfahren attraktiver und sicherer wird, sodass mehr Wege mit dem Fahrrad in der Stadt zurückgelegt werden.

REGENSBURG Michael Achmann, einer der Sprecher der Initiative, führt dazu aus: „Wir begrüßen, dass die Stadt in den letzten Jahren mit Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur begonnen hat. Da mit dem Wachstum unserer Stadt auch der Verkehr zunimmt, ist es dringend notwendig, den Radverkehr nachhaltig zu stärken. Der Radentscheid ist deshalb das richtige Mittel, um eine bessere Fahrradinfrastruktur zu erreichen und der Stadt dabei den Rückhalt der Bevölkerung aufzuzeigen.“

Ingolf Radcke, ein weiterer Sprecher der Initiative, erklärt: „Im aktuellen Grundsatzbeschluss zum Radverkehr hat der Stadtrat wiederholt das Ziel verabschiedet, den Anteil des Radverkehrs am Modal Split auf 25% bis 2030 zu steigern. Allerdings werden keine konkreten Maßnahmen benannt, wie das Ziel durch die Verbesserung der Infrastruktur erreicht werden kann. Wir fordern jetzt ein Netz von durchgängigen Hauptrouten stern- und ringförmig im Stadtgebiet. Diese Routen sollen bestehen aus: Fahrradstraßen, zügig befahrbaren Radwegen, geschützten Radwegen an vielbefahrenen Hauptstraßen und sicheren Kreuzungen.“

Radentscheidinitiativen waren bereits in mehreren deutschen Städten, wie zum Beispiel Berlin und Bamberg, erfolgreich. Unterstützt wird die Initiative durch die Verbände der Aktionsplattform Verkehrswende sowie weitere Vereine und Firmen. Ziel ist es, in der nächsten Zeit mehr als 6000 Unterschriften zu sammeln, um einen Bürgerentscheid beantragen zu können.

Der neu eröffnete „What the kiosk“ am Neupfarrplatz bildet einen ständigen Anlaufpunkt, um zu unterschreiben, Listen abzuholen oder volle Listen abzugeben. Der Radentscheid richtet sich formal nur an Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Regensburg, dennoch wird auch allen Menschen im Landkreis die Möglichkeit eingeräumt eine separate Liste zu unterschreiben, um damit ihre Unterstützung für die Forderungen des Radentscheides zu signalisieren und auch entsprechende Verbesserungen im Landkreis zu fordern. In den kommenden Wochen sind weitere Aktionen und Infostände geplant, an welchen Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Unterschrift leisten können. Wer sich aktiv beteiligen möchte, ist am 6. Mai zum ersten Helfer-Treffen eingeladen. Treffpunkt: Hauteingang des EBW, Am Ölberg 2. Alle Termine, Sammelstellen und die Unterschriftenlisten zum Download finden sich auf unserer Website www.radentscheid-regensburg.de.


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