16.04.2019, 15:20 Uhr

Digitalisierung Arbeitsmarkt in der Oberpfalz entwickelt sich weiterhin sehr gut

Beim Gespräch zum Arbeitsmarkt in der Oberpfalz: Thomas Würdinger, Klaus Beier, Petra Sprenger, Gabriele Anderlik, Markus Nitsch (linke Tischseite, von vorne) zusammen mit Wolfgang Schmitt, Regierungspräsident Axel Bartelt, Regierungsvizepräsident Christoph Reichert, Gudrun Weidmann, Thomas Unger (rechte Tischseite, von vorne). (Foto: Regierung der Oberpfalz/Roth)Beim Gespräch zum Arbeitsmarkt in der Oberpfalz: Thomas Würdinger, Klaus Beier, Petra Sprenger, Gabriele Anderlik, Markus Nitsch (linke Tischseite, von vorne) zusammen mit Wolfgang Schmitt, Regierungspräsident Axel Bartelt, Regierungsvizepräsident Christoph Reichert, Gudrun Weidmann, Thomas Unger (rechte Tischseite, von vorne). (Foto: Regierung der Oberpfalz/Roth)

Klaus Beier, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, informierte Regierungspräsident Axel Bartelt über die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in der Oberpfalz. Mit 2,9 Prozent Arbeitslosenquote im März 2019 liegt die Oberpfalz unter den Quoten in Bayern (3,0) und Deutschland (5,1).

OBERPFALZ Beim Jahresgespräch der Regierung der Oberpfalz mit der Bundesagentur für Arbeit berichteten auch die Leiter der Agenturbezirke, Gabriele Anderlik (Regensburg), Thomas Würdinger (Weiden) und Markus Nitsch (Schwandorf) über lokale Schwerpunkte ihrer Arbeit in der Oberpfalz.

Vor allem die Bezirkshauptstadt Regensburg entwickelt sich sehr dynamisch. „Regensburg ist der Shootingstar auf dem Arbeitsmarkt in Bayern und damit in ganz Deutschland“, betonte Klaus Baier. Rund ein Viertel aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze der Oberpfalz sind in der Stadt Regensburg angesiedelt. Aber auch insgesamt entwickelt sich die Oberpfalz sehr gut auf dem Arbeitsmarkt. So konnten im Regierungsbezirk in den letzten zehn Jahren die Arbeitslosenzahlen um 35 Prozent reduziert werden. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg in den letzten fünf Jahren in der Oberpfalz um 14,3 Prozent (Bayern plus 13 Prozent) auf rund 472.500 (2018). Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- uns Sozialwesen sind viele neue Arbeitsplätze in der Oberpfalz entstanden. In der Stadt Weiden, wo mit 5,4 Prozent (März 2019) immer noch die höchste Arbeitslosigkeit in der Oberpfalz verzeichnet wird, konnten die Arbeitslosenzahlen ebenfalls deutlich verringert werden. Vor zehn Jahren lagen die Arbeitslosenzahlen in Weiden noch bei knapp zehn Prozent.

Die Zukunftsprognose für das Jahr 2019 sieht für alle drei Agenturbezirke in der Oberpfalz positiv aus. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit einem Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zu 2018 (Schwandorf plus 1,8; Weiden plus 2,6; Regensburg plus 2,2). Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Unternehmen in der Region bei der digitalen Umstellung der Arbeitswelt vor allem mit beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen, insbesondere auch für Beschäftigte und lebensbegleitender Berufsberatung. „Einfache Tätigkeiten werden durch die Digitalisierung in Zukunft mehr und mehr ersetzt werden. Deshalb ist es wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig weiter zu qualifizieren und damit zum Erhalt der Stellen beizutragen und die Unternehmen dabei zu unterstützen, neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln“, so Klaus Beier.

Im Agenturbereich Regensburg gibt es derzeit Qualifizierungsprojekte zur Fachkräftesicherung zum Beispiel bei Busfahrern, im Elektrohandwerk und für Pflegekräfte, informierte Gabriele Anderlik. Darüber hinaus stellte Anderlik die Jugendberufsagentur der Stadt Regensburg vor, die alle Einrichtungen für Jugendliche unter einem Dach bündelt. Den Übergang von der Schule in den Beruf fördert auch die Agentur für Arbeit Schwandorf. Unter dem Motto „Kein Jugendlicher darf verloren gehen“ arbeiten auch dort Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit unter einem Dach, berichtete Markus Nitsch. Die Agentur für Arbeit in Weiden setzt einen Schwerpunkt auf Berufsorientierung und Berufsberatung bereits in den Schulen. Es gibt eine enge Verzahnung mit den Bildungskoordinatoren der Kommunen, den Kammern und der OTH, so Thomas Würdinger. Darüber hinaus widmet man sich in Weiden der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit mit gutem Erfolg. Der Bestand der Langzeitarbeitslosen konnte in den letzten fünf Jahren um rund 30 Prozent reduziert werden.

„Ihre Weiterqualifizierungsmaßnahmen, die individuellen Beratungsangebote und die passgenauen Programme vor Ort, haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Oberpfalz in den letzten Jahren so positiv entwickeln konnte. Darüber hinaus bauen Sie mit präventiven Maßnahmen künftiger Arbeitslosigkeit gezielt vor“, bedankte sich Regierungspräsident Axel Bartelt bei den Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsagentur für ihren großen Einsatz für die Region.

Die Regierung der Oberpfalz arbeitet in verschiedenen Bereichen eng mit den drei Arbeitsagenturen in der Oberpfalz zusammen, beispielsweise im Schulbereich und bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Unser Ziel ist es auch weiterhin gemeinsam die Arbeitslosigkeit in der Oberpfalz so gering wie möglich zu halten“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt.


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