22.03.2019, 11:31 Uhr

Vom Wissen anderer profitieren Die IHK zeigt die Chancen des Technologietransfers auf

Zeigten, wie Wirtschaft und Wissenschaft in der Region zusammenarbeiten: Mareike Onkelbach, Prof. Dr. Werner Kunz, Adi Parzl, Johannes Beyer, Sabrina Schmid, Prof. Dr. Thomas Falter und Thomas Genosko. (Foto: Bayreuther)Zeigten, wie Wirtschaft und Wissenschaft in der Region zusammenarbeiten: Mareike Onkelbach, Prof. Dr. Werner Kunz, Adi Parzl, Johannes Beyer, Sabrina Schmid, Prof. Dr. Thomas Falter und Thomas Genosko. (Foto: Bayreuther)

Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bringen Vorteile für beide Seiten. Wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann, zeigte die IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim bei einer Veranstaltung zum Thema „Technologietransfer“.

REGENSBURG Um im Wettbewerb der Innovationen und neuen Technologien bestehen zu können, benötigen kleine und mittlere Unternehmen verstärkt Unterstützung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. „Die Unternehmen sind häufig Impulsgeber für neue Forschungen der Hochschulen. Diese wiederum bringen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse ein. Die gemeinsame Entwicklung führt Produkte und Verfahren schneller und effektiver zur Marktreife. Das schafft Wettbewerbsvorteile“, betonte Thomas Genosko, IHK-Abteilungsleiter Standortpolitik, Innovation und Umwelt.

Synergien nutzen

Prof. Dr. Thomas Falter, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen der OTH Regensburg, erklärte, dass insbesondere Verbünde eine wichtige Rolle beim erfolgreichen Technologietransfer spielen. „Der bilaterale Austausch von Wissen und Technologien beispielweise über den Hochschulverbund ‚Transfer und Innovation Ostbayern‘ (TRIO) bringt nicht nur den Einzelnen, sondern den gesamten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort voran“, ist sich Prof. Dr. Falter sicher. Adi Parzl, Geschäftsführer der BayWing GmbH, bestätigte: „Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen kann den Produkt-Innovationsprozess enorm bereichern. Aufgabe der Unternehmen ist es, vor allem die Anforderungen der Kunden in die Hochschulen zu tragen.“ Prof. Dr. Werner Kunz von der SKH-GmbH, einem An-Institut der Universität Regensburg, zeigte den Technologietransfer aus Sicht des Forschungsinstituts: „Beim Technologietransfer können beide Seiten voneinander profitieren. Die Firmen haben eine andere Herangehensweise im Innovationsprozess – wir liefern neue wissenschaftliche Erfahrungen.“

Förderprogramme wahrnehmen

Den Blick der Unternehmen präsentierte Mareike Onkelbach von Chips4Light GmbH, einem Spezialisten für optoelektronische Bauteile. Derzeit kooperiert das Unternehmen mit der OTH Regensburg. Die Forschungen werden durch ein bayerisches Förderprogramm unterstützt. Welche Programme in Bayern hierfür zur Verfügung stehen, erklärte Ulrich Helber vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Ein Klassiker unter den Förderprogrammen ist beispielsweise der Innovationsgutschein, der mit verbesserten Förderbedingungen Anfang 2019 neu erschienen ist. Wie einfach dieser Förderprozess in der Praxis von statten gehen kann, zeigte Johannes Beyer von der KW Energie GmbH & Co. KG.


0 Kommentare