19.03.2019, 09:35 Uhr

Im Malteserhaus in Regensburg Internationalen Wochen gegen Rassismus – Künstler aus Syrien und Afghanistan stellen aus

Die beiden ausstellenden Künstler Olfat Albridi und Seynollah Mohammdi. (Foto: Malteser/Eckmüller)Die beiden ausstellenden Künstler Olfat Albridi und Seynollah Mohammdi. (Foto: Malteser/Eckmüller)

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus wurde im Malteserhaus, Am Singrün in Regensburg, eine Ausstellung von zwei Künstlern aus Syrien und Afghanistan eröffnet. Mit herzlichen Worten begrüßte Elisabeth Lohner, die Diözesanoberin der Malteser die rund 60 Gäste, die zur Eröffnung gekommen waren.

REGENSBURG Zu sehen waren Bilder der syrischen Künstlerin Olfat Albridi, die mit ihrem Mann und ihren vier Kindern seit 2016 in Neutraubling lebt. Bevor sie zur Flucht gezwungen waren, studierte sie Kunst an der Universität in Damaskus in Syrien. Bereits in ihrer damaligen Heimat hatte sie schon Ausstellungen organisiert. Dort befindet sich nach wie vor ein Großteil ihrer Kunstwerke. Auch Seynollah Mohammadi studierte Kunst, in Afghanistan. Auch er musste fliehen und lebt seit dreieinhalb Jahren in Vilseck bei Amberg.

„Die Idee zur Ausstellung entstand bei einem der Treffen in unserem Begegnungscafé.“, erzählt Johanna Eckmüller. Sie ist Diözesanreferentin Flüchtlingshilfe und Koordinatorin des Dienstes Integrationslotsen. Die Malteser bieten jeden zweiten und vierten Mittwoch ein Begegnungscafé in den Räumen der Diözesangeschäftsstelle an. Dort sind alle eingeladen, sich ungezwungen zu treffen und Kontakte zu Menschen aus aller Welt zu knüpfen. Auch Olfat Albridi schaut regelmäßig vorbei. Angeregt durch ein Kunstprojekt der Amberger Integrationslotsen entstand die Idee, selbst eine Kunstausstellung zu organisieren. Die internationalen Wochen gegen Rassismus boten einen passenden Rahmen und Dank der Unterstützung des Integrationsbeirats der Stadt Regensburg stand der Ausstellung nichts mehr im Wege. „Auf der Homepage der internationalen Wochen gegen Rassismus findet sich der Satz: ‚Rassismus und Nationalsozialismus können überwunden werden, sie haben weder Zukunft noch Perspektive‘.“, informiert Astrid Knab, Koordinatorin der Malteser Integrationslotsen in Amberg. „Kunst ist dafür ein perfekter Ansatz. Sie ermöglicht neue Perspektiven und andere Blickwinkel, sie entwirft Zukunft. Vor allem aber werde Rassismus durch Kontakt mit Menschen abgebaut, ganz nach dem Leitgedanken der Malteser ‚weil Nähe zählt‘.“

So trafen an diesem Abend viele Kulturen aufeinander. Verbunden durch das Element Kunst entstanden Kontakte und angeregte Gespräche. Ein Teil der Ausstellung ist noch bis 21. März in den Schaufenstern des Second-Hand-Ladens „Peacehand“, Unter den Schwibbögen 3 in Regensburg, zu sehen.

Wer sich ehrenamtlich bei den Integrationslotsen engagieren möchte und am interkulturellen Austausch interessiert ist, ist herzlich am 27. März um 18 Uhr zum nächsten Begegnungscafé eingeladen.


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