04.02.2019, 14:07 Uhr

Neujahrsempfang Die Regensburger CSU will wieder zu ihrer alten Stärke zurück


Die Regensburger CSU wittert Morgenluft: Angesichts des Prozesses gegen den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs könnte es 2020 erstmals wieder klappen mit dem OB-Posten. Doch intern hat das Hauen und Stechen längst begonnen.

REGENSBURG Die CSU ist auf Harmonie gebürstet und da darf es natürlich auch nach außen keine Kandidaten-Kämpfe geben. Insofern war die Kommunalwahl 2020 am Neujahrsempfang der Stadt-CSU auch nur ein Randthema. Man wolle einen guten Kandidaten, zu dem das gute Programm der CSU auch passe – und das soll möglichst bald zusammen finden. Also Kandidat und Programm. Denn wer die Stadt-CSU nach der Schlappe von 2014 wieder in den Sattel helfen soll, um diese Stadt zu regieren – das wird intern in einer Kandidatenfindungskommission ausbaldowert. Heiß gehandelt wird natürlich Astrid Freudenstein, kein Wunder: Die gebürtige Niederbayerin hat alles, was ein Kandidat braucht: Akademischen Hintergrund, eine Karriere in den Medien, an der Uni – und jetzt quasi Regierungserfahrung in Berlin. Dort sitzt sie zwar nicht im Kabinett, aber zumindest in der zweiten Reihe hinter Verkehrsminister Andreas Scheuer. Aber Freudenstein hat eine Kandidatur an klare Bedingungen geknüpft: Sie trete nur an, wenn es eine personelle und inhaltliche Neuausrichtung der CSU gebe. Das aber halten Insider derzeit eher für ausgeschlossen.

Allein: Freudenstein stellt Bedingungen und das ist etwas, das gerade die Männer in der CSU nicht besonders mögen. Doch zwei andere CSUler haben bereits ihre Kandidatur in den Bereich des Möglichen gerückt: Mit Jürgen Eberwein der Träger eines Namens, der nicht nur in der CSU einen Klang hat und mit Dagmar Schmidl eine Anwältin. Ach ja, referiert hat übrigens Wissenschaftsminister Bernd Siebler. Das nur nebenbei.

Ansonsten war der Neujahrsempfang heuer auf der Hubertushöhe durchaus gelungen.