24.01.2019, 20:39 Uhr

Regensburger Zukunftsforum Arbeitsmarkt von morgen – Weichen für die Zukunft sind gestellt

24. Regensburger Zukunftsforum mit Detlef Scheele. (Foto: Berli Berlinski)24. Regensburger Zukunftsforum mit Detlef Scheele. (Foto: Berli Berlinski)

Zum 24. Regensburger Zukunftsforum konnte der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele begrüßen. Zum Thema „Soziale Sicherung – Herausforderungen im Zeitalter von Fachkräftemangel und Digitalisierung“ diskutierten beide gemeinsam mit Tim Helmes, als Vertreter der Jugend, und Hans Seidl, dem Geschäftsführer der Werkhöfe Regensburg, in den Eckert-Schulen über den Arbeitsmarkt von morgen.

REGENSBURG Aumer, selbst Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales, ist es ein Anliegen, mit seiner Politik die Rahmenbedingungen zu setzen, um gute Arbeit in der Region zu ermöglichen. Die Bundesagentur leiste hier mit vielen Pilotprojekten eine gute Arbeit. „Der Bundestag hat mit dem Teilhabechancengesetz und dem Qualifizierungschancengesetz die Weichen für die Zukunft gestellt. Es ist jetzt wichtig, dass die Arbeitsmarktpolitik der Koalition auch bei den Menschen ankommt. Die Arbeitsmarktzahlen geben uns Recht!“ so Peter Aumer.

Dies bestätigte der Vorstandsvorsitzende Detlef Scheele, der vor allem auf die Herausforderung des Fachkräftemangels und der Digitalisierung einging. Wichtigstes Mittel für mehr Fachkräfte ist eine Stärkung der frühkindlichen Bildung. Aber auch die Verbesserung der Frauenarbeitsquote und die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse sind zielführend. Hauptaufgabe der Bundesagentur ist es laut Scheele jetzt, gezielt Langzeitarbeitslosigkeit zu verringern und so das hiesige Arbeitnehmerpotenzial zu stärken.

In der Podiumsdiskussion, die von Aumer moderiert wurde, verdeutlichten sowohl Seidl, der dies in seiner alltäglichen Arbeit bei den Werkhöfen erlebt, als auch Scheele, dass mit dem Teilhabechancengesetz die Politik ein gutes Mittel zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit gefunden habe. Durch individuelle Betreuung und längere Förderzeiträume wird genau das gemacht, was Langzeitarbeitslose brauchen. Wie der Bundestagsabgeordnete Aumer unterstützten auch die anderen Teilnehmer den Grundsatz von „Fordern und Fördern“. Sanktionen sind notwendig, allerdings betonten Scheele und Aumer, dass diese nur bei einem sehr geringen Anteil der Empfänger nötig sind. „Die meisten Leute wollen arbeiten!“ bekräftigte Detlef Scheele.

Aus der Zuhörerschaft wurde die bestehende Kinderbetreuung kritisch betrachtet. Hier bestünden starke Unterschiede der Versorgung mit Kitaplätzen zwischen Stadt und Land, was gerade berufstätigen Frauen nach der Elternzeit den Berufseinstieg erschwert. Großen Anklang bei den Zuhörern fanden auch die Aussagen zur Digitalisierung und deren Folgen auf die Arbeitswelt. Hier sehen der DGB-Regionalgeschäftsführer Christian Dietl und Robert Zizler, Bezirksvorsitzender des CSU-Arbeitskreises Energiewende, große Herausforderungen. Peter Aumer sieht die Bundespolitik mit ihrer Weiterbildungsoffensive auf einem guten Weg. „Wir müssen klar machen, dass die Digitalisierung eine Chance ist“ so Tim Helmes. Dies bekräftigte Scheele mit der Aussage „Wir müssen den Menschen durch individuelle Betreuung und Weiterbildungsangebote die Angst vor der Digitalisierung nehmen.“

Der Bundestagsabgeordnete Aumer führt das Regensburger Zukunftsforum seit 2010 durch, um über Themen die in der Region und bundesweit eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Ziel der Veranstaltungen ist neben der inhaltlichen Information das Spannen eines Bogens zwischen Politik, Gesellschaft und Bürgerschaft.


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