11.01.2019, 18:19 Uhr

Auf Facebook Wolbergs attackiert Regensburger Staatsanwaltschaft mit Video-Botschaft

Joachim Wolbergs hat erneut eine Videobotschaft über Facebook veröffentlicht. Er hat darin harsche Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. (Foto: Facebook)Joachim Wolbergs hat erneut eine Videobotschaft über Facebook veröffentlicht. Er hat darin harsche Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. (Foto: Facebook)

Joachim Wolbergs hat erneut eine Videobotschaft über Facebook veröffentlicht. Er hat darin harsche Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben.

REGENSBURG Am Montag und Donnerstag seien Dinge im Sitzungssaal am Landgericht passiert, die ihn zu der Botschaft bewegt habe. Erneut wirft Wolbergs in dem Video der Staatsanwaltschaft vor, sich nicht fair zu verhalten. Er spricht beispielsweise von einer Showveranstaltung, die der Oberstaatsanwalt Markus Pfaller am Montag beim Prozess durch eine Einlassung abgeliefert hätte, so Wolbergs. Zudem sprach Wolbergs in dem Video erneut von Beugehaft und meint damit die Untersuchungshaft von Januar 2017.

Zudem berichtet Wolbergs davon, dass die Kriminalpolizei die Nachverschriftung der nachweislich fehlerhaften Protokolle der Telefonüberwachung noch nicht begonnen habe. Eine Nachverschriftung von Telefonaten seien eine Unverschämtheit und nicht Aufgabe der Kriminalpolizei, habe man mitgeteilt. Wolbergs spricht von klaren Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, er habe sich die Telefonate selbst angehört.

„Eine arrogante Haltung, die Ihresgleichen sucht“, nannte Wolbergs eine Bemerkung von Oberstaatsanwältin Christine Müller, sie müsse nun für einen ordentlichen Ablauf der Sitzung achten. Harsche Worte fand Wolbergs auch für Pfaller. „Er hat dazu beigetragen, dass mein Glauben in eine faire Behandlung durch die Staatsanwaltschaft (...) zu Einsichten bei allen Beteiligten führen könne“, so Wolbergs. Er werde sich aber nicht beugen „und nicht mürbe machen lassen, um mit den Worten von Herrn Pfaller zu reden.“

Wolbergs kündigte an, dass er zahlreiche weitere Dinge öffentlich machen wolle, beispielsweise weitere Ermittlungen gegen ihn. Es ginge der Staatsanwaltschaft darum, als „Sieger aus dem Verfahren“ hervorzugehen. Er kündigte an, sich mit allen Mitteln zur Wehr zu setzen. In der Sache habe man sich nicht geäußert von Seiten der Staatsanwaltschaft. Man habe Dinge zitiert, „um meine Person zu diskreditieren.“