02.01.2019, 11:55 Uhr

Starker Protest Filiale der Raiffeisenbank in Keilberg schließt – Bürger sammeln Unterschriften

(Foto: 123rf)(Foto: 123rf)

Mit einer schlechten Nachricht startet das neue Jahr 2019 für die Einwohner des Stadtteils Keilberg. Die Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG hat Ende Dezember bekannt gegeben, ihre Filiale in Keilberg nach 43 Jahren zum 31. März zu schließen. Kunden aus Keilberg sollen dann von der Filiale Stadtamhof aus mitbetreut werden.

REGENSBURG Am Donnerstag, 24. Januar, klären Vertreter der Raiffeisenbank die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in einer Versammlung im Sportheim über die Hintergründe dieser Entscheidung auf. Gegen diese Entscheidung regt sich nun im höchst gelegenen Stadtteil Protest. „Keilberg blutet immer mehr aus“, klagt Anna Hübl. Mit einer Unterschriftensammlung möchte sie nun mit Stadtrat Dr. Gugau die Raiffeisenbank dazu bewegen, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken. „Gerade Senioren und Familien ohne PKW trifft diese Entscheidung schwer, da Stadtamhof von Keilberg aus schlecht erreichbar ist. Mit dem Bus muss man von der Linie 8 in die Linie 17 umsteigen und hätte dann immer noch einen halben Kilometer zu Fuß zurückzulegen“, so Dr. Gugau. Nicht besser sieht es nach Ansicht von Anna Hübl für Autofahrer aus: „Auch mit dem Pkw ist die neue Filiale schlecht anfahrbar, da Parkplätze im unmittelbaren Umfeld fehlen und die stark frequentierte Frankenstraße eine schnelle Verbindung verhindern wüden“.

Anna Hübl und Dr. Armin Gugau sammeln zusammen mit Stadtrat Hans Renter am Montag, 7. Januar, erstmals von 14 bis 16 Uhr vor der Raiffeisenbank Keilberg Unterschrift für den Erhalt der Filiale. Als Kompromiss könnten sich Dr. Gugau und Hans Renter auch eine SB-Filiale vorstellen. Die Bank könnte dadurch Personalkosten einsparen, während für die Einwohner Keilbergs eine Grundversorgung mit Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Briefkasten sichergestellt wäre. „Schließlich müsste die Raiffeisenbank damit rechnen, einen Großteil der Kunden aus Keilberg an näher gelegene und besser erreichbare Geldinstitute zu verlieren“, so die Unterschriftensammler.


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