16.11.2018, 14:48 Uhr

Stadtgestaltung Hässliches Wangler-Möbelhaus wird abgerissen – Regensburger Architekten bekommen Zuschlag

Das ehemalige Wangler-Areal in Steinweg. Foto: ceDas ehemalige Wangler-Areal in Steinweg. Foto: ce

Das Areal des ehemaligen Möbelhauses Wangler in der Alten Nürnberger Straße wird offenbar bald bebaut. Wie die Architekten-Gruppe Pure auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, haben die renommierten Architekten um Mario Mirbach den Zuschlag für die Bebauung bekommen.

REGENSBURG Das Wangler-Möbelhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Dulplatzes am Brückkopf der Oberpfalz-Brücke ist ein echter Schandfleck: Das turmartige Gebäude ist mit Mobilfunkantennen übersät. Zudem prangt das Firmenschild des Möbelhauses noch auf dem Dach. Kurz: Schön ist all das nicht.

Doch jetzt tut sich was: Wie die Pure Gruppe mit Sitz in der Regensburger Altstadt auf ihrer Facebook-Seite bekannt gegeben hat, haben die Architekten den Wettbewerb für die Bebauung gewonnen. Damit setzten sich die Regensburger gegen zwei Münchner Planungsbüros durch.

Nach Informationen dieser Zeitung soll der Abriss des Bestandsgebäudes noch vor dem Sommer erfolgen, dann könnte bereits gebaut werden. Bauherr ist die Firma Donhauser, ein Schwandorfer Unternehmen, das bisher eher durch kleinteilige, filigrane und gefällige Bauprojekte aufgefallen ist. In Regensburg ist seit langem ein Streit über das Gesicht der Stadt entbrannt, Bauprojekte wie das riesige Dörnberg-Areal sorgen regelmäßig für beißende Kritik.

Wörtlich heißt es von Seiten der Architekten über das Projekt: „Im Schwarzplan zeigt sich deutlich die Städtebauliche Idee einer geschlossenen Bebauung, die der Tektonik südlich der Alten Nürnberger Straße entspricht. Die Hofbebauung bildet einen räumlichen Abschluss hin zum Schelmengraben und zur klein-gliedrigen Wohnbebauung im Norden.“

Zudem soll bei der Neubebauung eine auffällige Lücke geschlossen werden, die bei dem Möbelhaus den vielen benötigten Kundenparkplätzen geschuldet war. „Der Grundstückszuschnitt ermöglicht nicht die gewünschte Stellung weiter westlich hin zum Schelmengraben, der historisch bedingt als Verkehrsachse Nord-Süd konzipiert war und in der nach Änderung des Verkehrskonzeptes in der Praxis eher zu großräumig gefasst ist“, heißt es weiter.

So soll das Areal nach der Bebauung aussehen. (Foto: Pure Gruppe)

Vor allem der Blick von den Winzerer Höhen hinab dürfte nach der Bebauung interessant sein: „Die vorgeschlagene polygonale Dächerlandschaft gliedert aus der Fußgängerperspektive die Gebäudelänge und vermittelt insbesondere vom Blick aus den Winzerer Höhen oder dem Dreifaltigkeitberg zwischen der kleinteiligen Bebauung nördlich der Alten Nürnberger Straße und der geplanten Wohnbebauung“, so die Architekten.