02.11.2018, 10:52 Uhr

Politik Totgesagte leben länger – Schaidingers Ex-Referent wird neuer Stadtkämmerer

Maximilian Mittermaier wird neuer Stadtkämmerer. Foto: Stadt Regensburg  (Foto: Stadt Regensburg)Maximilian Mittermaier wird neuer Stadtkämmerer. Foto: Stadt Regensburg (Foto: Stadt Regensburg)

Die Personalie rund um Maximilian Mittermaier war eine der großen Krimis der letzten Großen Koalition im Alten Rathaus: Der frühere Oberbürgermeister Hans Schaidinger wollte seinen früheren Referenten auf die Gehaltsstufe B2 befördern. Doch da spielte der SPD-Koalitionspartner nicht mit. Mittermaier wurde zwar Leiter des Amts für Steuerung und Koordination und damit zum wichtigsten Beamten im Rathaus, doch die B2-Stufe verhinderte die SPD. Nach einigen Zwischenstationen auf dem Abstellgleis erlebt der Beamte eine überraschende Auferstehung.

REGENSBURG Es war ein Paukenschlag damals, als der einstige Oberbürgermeister Hans Schaidinger seinen persönlichen Referenten Maximilian Mittermaier zum Leiter der Stelle „Steuerung und Koordination“ machte. Verbunden war der Aufstieg zunächst mit einer Beförderung auf B2, eine Besoldungsstufe, wie sie andernorts Bürgermeister bekommen. Er wäre damit der am höchsten dotierte Beamte geworden. Doch es kam anders: Leiter wurde Mittermaier zwar, befördert jedoch nicht. Nach dem Wahlsieg von Joachim Wolbergs allerdings sank der Stern Mittermaiers. Zunächst wurde der Jurist Rechtsamtsleiter, doch das führte intern zu solchen Personalquerelen, dass man extra für ihn einen neuen Posten schuf: Fürderhin sollte Mittermaier Europaangelegenheiten für die Stadt regeln. Ein Abstellgleis.

Totgesagte aber leben länger: Mittermaier erhält nämlich demnächst eine Schlüsselposition in der Stadtverwaltung. Aus politischen Kreisen wurde bekannt, dass er zum neuen Stadtkämmerer berufen wird. Bislang leitet dieses Amt Sandra Strobl, die diese Position seit März 2015 innehat. Mittermaier kann sich durch die Berufung einen alten Traum erfüllen: Wie unterm früheren Oberbürgermeisters sitzt er wieder mit am Regierungstisch. Doch ein anderer Traum geht wohl nicht in Erfüllung: Mittermaier, so hieß es aus der Stadtpolitik, wollte unbedingt wieder ein Büro im Alten Rathaus. Die Stadtkämmerei ist aber im Neuen. (ce)


0 Kommentare