29.10.2018, 12:30 Uhr

Erfolgreiche fünf Jahre Bezirkstagspräsident Löffler blickt auf Wahlperiode 2013/18 zurück und verabschiedet acht Bezirksräte

(Foto: Bezirk Oberpfalz/Bonack)(Foto: Bezirk Oberpfalz/Bonack)

Die positive Entwicklung der Oberpfalz in den vergangenen zehn Jahren und der Beitrag des Bezirks Oberpfalz daran standen im Mittelpunkt der Sitzung des Bezirkstags der Oberpfalz auf der Burg Parsberg, mit der Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Wahlperiode 2013/18 beschloss: „Wer hätte der Oberpfalz dies vor zehn oder 20 Jahren zugetraut?“ Er dankte den Bezirksräten, die mit zahlreichen Entscheidungen in insgesamt 65 Sitzungen der Region ein „menschlicheres Gesicht gegeben“ haben.

PARSBERG Löfflers Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zeigte, in welch vielfältigen Bereichen der Bezirk Oberpfalz unterwegs war: ob neue Leistungen und Verbesserungen im Sozialbereich für Menschen mit Behinderung, für pflegebedürftige und psychisch kranke Menschen, der weitere Ausbau der dezentralen medizinischen Versorgung, spezielle kulturelle Schwerpunkte oder der Einsatz für Teichwirtschaft und Fischerei – in all diesen Gebieten war der Bezirk erfolgreich. Viele Aufgaben werden auch den neuen Bezirkstag beschäftigen.

„Wir bringen die Medizin zu den Menschen.“ Mit dieser Aussage verdeutlichte Löffler den hohen Stellenwert der wohnortnahen psychiatrischen und kinder- und jugend-psychiatrischen Versorgung. Die enormen Investitionen beweisen dies: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir im Gesundheitsbereich 122 Millionen Euro investiert, in den nächsten fünf Jahren werden es weitere 140 Millionen Euro sein.“ Mut habe der Bezirk bei der Ansiedlung der ersten Jugend-Forensik in Regensburg bewiesen. „Wir haben uns dies zugetraut und große Verantwortung übernommen“, unterstrich Löffler.

Zufrieden zeigte er sich mit der Entscheidung des Freistaats, ambulante und stationäre Hilfe zur Pflege zusammen bei den Bezirken anzusiedeln. Um Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und deren Angehörige umfassend zu beraten, hat der Bezirk Oberpfalz vor kurzem eine Beratungsstelle installiert, die ihre Dienste vor Ort in den Landratsämtern und Stadtverwaltungen anbietet: „Wir kommen auch zu den Betroffenen nach Hause“, versprach Löffler. Viel getan habe sich auch bei der Versorgung psychisch kranker Menschen, ein Krisendienst sei auf den Weg gebracht.

An der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Region habe der Bezirk durchaus seinen Anteil: „Der Bezirk stellt Arbeitsplätze für über 3000 Menschen zur Verfügung. Daneben sichern wir nahezu 10.000 Arbeitsplätze in Sozialeinrichtungen.“

Acht Bezirksräte scheiden aus

Für acht Bezirksräte hieß es Abschied nehmen von den Kollegen: Dr. Thomas Brandl (CSU), Referent für Kur- und Gesundheitswesen, Karin Bucher (Freie Wähler), Kulturreferent Thomas Gabler (CSU), Joachim Graf (ÖDP), Norbert Hartl (SPD), Bezirkstagsvizepräsident und Fischereibeauftragter Volker Liedtke (SPD), Albert Löhner (CSU) und Werner Suttner (Bayernpartei) gehören dem nächsten Bezirkstag nicht mehr an.

Löffler dankte für den „guten Geist“ der Zusammenarbeit, die stets kollegial, lösungsorientiert und überparteilich war. Der verabschiedete jedes Mitglied mit persönlichen Worten: Die medizinische Einschätzung von Thomas Brandl (Teublitz) werde dem Gremium ebenso fehlen wie das juristische Wissen von Karin Bucher (Cham) und Albert Löhner (Neumarkt). Das neue Förderprogramm „Besondere Dächer“ geht auf die Initiative des Kulturreferenten Thomas Gabler (Hemau) zurück, der sich auch für Jugend- und Sportförderung stark machte. Joachim Graf (Regensburg) hätte die Aufgabenpalette des Bezirks gerne um weitere Aspekte wie die regionale Energieversorgung erweitert, und Volker Liedtke (Regensburg/Burglengenfeld) habe die Interessen der Oberpfälzer Teichwirte und Fischer bestens vertreten. Das Interesse von Werner Suttner (Pfatter) lag in der größeren Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien.

Besonderer Dank ging an Norbert Hartl (Regensburg), der als dienstältester Bezirksrat nach 36 Jahren sein Bezirkstagsmandat niederlegt. Als „Anwalt der sozial Schwachen“ machte er sich für verbesserte Leistungen stark. Unvergessen bleibt sein Einsatz für die Sozialpsychiatrischen Dienste und für das Bezirksklinikum Regensburg, das während seiner Amtszeit zum modernen Gesundheitszentrum ausgebaut wurde. Er war 18 Jahre Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten und übernahm auch im Bayerischen Bezirketag, dem Spitzenverband der bayerischen Bezirke, Verantwortung.


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