11.10.2018, 11:03 Uhr

Neue Generation wählt CSU bei U18-Wahl vor den Grünen – so hätten die Jugendlichen in Regensburg gewählt

Der Stadtjugendring hatte ein Wahllokal in den Regensburg Arcaden aufgebaut. (Foto: Nadine Bauer)Der Stadtjugendring hatte ein Wahllokal in den Regensburg Arcaden aufgebaut. (Foto: Nadine Bauer)

Bei der Regensburger U18-Wahl setzen sich die Christsozialen knapp vor den Grünen durch. Es gibt außerdem eine Überraschung. Die jungen Wähler in Regensburg sehen die CSU und die Grünen nach der Landtagswahl in der Regierungsverantwortung. Das ist das Ergebnis der Jugendwahl U18 in der Stadt Regensburg.

REGENSBURG Hier konnten die jungen Leute nicht nur beim Stadtjugendring in den Regensburg Arcaden, sondern auch beim SV Sallern, im JUZ Königswiesen, im JUZ Arena und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde wählen. Zudem beteiligten sich das Von-Müller-Gymnasium und die Privaten Schulen Breitschaft an der bayernweiten Jugendwahl.

Dabei wurde genauso wie bei einer richtigen Wahl abgestimmt: Es wird geheim in einer Wahlkabine gewählt, die Stimmzettel werden in einer Wahlurne gesammelt. Wer sich im Vorfeld noch nicht sicher war, welche Partei unterstützenswert ist, konnte sich auf einem Übersichtsposter über die jugendpolitischen Positionen einzelner Parteien informieren. Die simulierte Landtagswahl fand in mehreren Städten in ganz Bayern statt. Bayernweit nahmen nach Angaben des Jugendrings mehr als 61.000 Kinder und Jugendliche an der U18-Wahl teil.

Ziel der Jugendwahl sei es, allen nichtwahlberechtigten Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu verleihen und deren politische Meinung wiederzugeben, teilt der Stadtjugendring mit. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse wurden bei einer Wahlparty im Leeren Beutel offiziell verkündet. Die Kinder und Jugendlichen würden demnach vor allem die CSU wählen. Sie schaffte mit 23,96 Prozent der abgegebenen Stimmen in Regensburg den Sieg. Doch der Vorsprung vor den Grünen war hauchdünn. Diese kamen auf 23 Prozent. Das freute besonders Kandidatin Veronika Zeichinger, die zuvor bei der Podiumsdiskussion mit den jungen Leuten über Demokratie und Politik diskutiert hatte. Zufrieden konnte auch Loi Vo von der FDP sein. Seine Partei kam bei der U18-Wahl in Regensburg bei den Zweitstimmen auf 6,71 Prozent. Margit Wild und ihre SPD verbuchten 16,93 Prozent der Stimmen – und lagen damit deutlich über den bayernweiten Durchschnitt bei der U18-Wahl von knapp zwölf Prozent. Nicht ins bayerische Parlament hätten es die Freien Wähler (4,47 Prozent), die Alternative für Deutschland (4,79 Prozent) und die Linke (1,92 Prozent) geschafft. Überraschungssieger bei der U18-Bayernwahl in Regensburg war die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Entwicklung“ (Die PARTEI) die vom Satiriker Martin Sonneborn gegründet wurde. Sie würde, zumindest wenn es nach den Jugendlichen unter 18 Jahren in Regensburg ginge, in den Landtag einziehen.

Bei der Wahlparty im Leeren Beutel in Regensburg, die von der Regensburger Schülervereinigung organisiert worden war, beantworteten Margit Wild (SPD), Veronika Zeichinger (Grüne), Kerstin Radler (Freie Wähler), Richard Spieß (Linke) und Loi Vo (FDP) die Fragen der jugendlichen Moderatoren. Nadine Bauer und Philipp Seitz vom Regensburger Stadtjugendring werteten die U18-Wahlen als eine gelungene Aktion. Viele junge Leute hätten bei der Jugendwahl in Regensburg gewählt und ihre Meinung zum Ausdruck gebracht. Den Abend ließen „Nasty Royals“ ausklingen. Die Veranstaltungen wurden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“.


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