20.09.2018, 08:53 Uhr

Fachkräftemangel Krankheitsbedingte Zugausfälle im Agilis-Netz

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Agilis ist im Netz Mitte weiterhin von krankheitsbedingten Personalausfällen betroffen. Um den Betrieb nachhaltig stabilisieren zu können, müssen auch im Oktober weitere Zugfahrten entfallen. Beim Ersatzkonzept wird Agilis weiterhin besonderen Wert darauf legen, dass so viele Schülerzüge wie möglich planmäßig verkehren können. Die Details aller Änderungen gibt es ab Anfang nächster Woche unter agilis.de/abweichungen.

REGENSBURG Die Details aller Änderungen gibt es ab Anfang nächster Woche unter agilis.de/abweichungen. „Wir haben intern bereits konkrete Maßnahmen ergriffen, um schnellstmöglich wieder alle Zugleistungen anbieten zu können“, erklärt Dr. Axel Hennighausen, betrieblicher Geschäftsführer von Agilis. Spätestens zum November könne man davon ausgehen, dass sich die Personalsituation dadurch entschärft hat. Kurzfristig weiteres Personal im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung heranzuziehen, sei laut Carsten Scherf, kaufmännischer Geschäftsführer, nicht möglich gewesen. „Unsere deutschlandweiten Bemühungen blieben leider erfolglos. Der Markt an Leihlokführern ist leergefegt“, bedauert Scherf. Denn das Problem der vor allem krankheitsbedingten Personalausfälle betreffe derzeit nicht nur agilis, sondern die gesamte Bahnbranche. Hier ist der Fachkräftemangel deutlich spürbar, vor allem im Bereich der Triebfahrzeugführer.

Agilis versucht, diesem Engpass mit einer innerbetrieblichen Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer entgegenzusteuern, die bis zu zwei Mal im Jahr für bis zu 25 Personen stattfindet. Die Kosten für die neunmonatige Ausbildung werden komplett von Agilis übernommen, den Auszubildenden erwartet zusätzlich ein Gehalt von circa 2.200 Euro brutto. Trotz dieser Anreize wird es immer schwieriger, geeignetes Fahrpersonal zu finden, wodurch unsere personellen Kapazitäten unter Berücksichtigung der Arbeitszeitgesetze, der bahnbetrieblichen Regelungen (zum Beispiel Ruhezeiten) und der tarifvertraglichen Bestimmungen zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen ausgeschöpft sind.


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