02.08.2018, 14:27 Uhr

Traumatische Erinnerungen Anja Wolbergs verarbeitet die „Spendenaffäre“ in einem Roman

Anja Wolbergs an ihrem Lieblingsplatz, einem Weiher hinter der Uniklinik. (Foto: Christian Eckl)Anja Wolbergs an ihrem Lieblingsplatz, einem Weiher hinter der Uniklinik. (Foto: Christian Eckl)

Die Ermittlungen rund um den derzeit suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs beschäftigen seit Juni 2016 die Öffentlichkeit. Joachim Wolbergs wurde in der ganzen Bundesrepublik bekannt, weil der Schatzmeister der eigenen Partei im Februar 2016 angebliche Unregelmäßigkeiten in einer „Dienstlichen Erklärung“ an die Ermittler weitergab.

REGENSBURG Seither ist viel passiert. Was bislang kaum Beachtung fand, ist das, was der Familie Wolbergs in den letzten beiden Jahren widerfahren ist. Das hat auch einen Grund: Noch im November 2015 hatte sich Wolbergs von seiner Ehefrau Anja Wolbergs getrennt. Das Paar ist seit 16 Jahren verheiratet, hat eine Tochter (16) und einen Sohn (18). Anja Wolbergs ist eine starke Frau, war und ist bei vielen Regensburgern sehr beliebt. Gleichzeitig scheut sie die Öffentlichkeit. Die Bankerin, die ihre Karriere auf dem zweiten Bildungsweg absolvierte und heute als Privatkundenberaterin arbeitet, hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen gegen ihren Mann, vor allem aber zu den eigenen Erlebnissen nicht geäußert. Nach Informationen des Wochenblatts hat Anja Wolbergs nun die Erlebnisse der letzten Jahre in einem Roman aufgeschrieben.

„Nie nur die Ehefrau von Joachim Wolbergs sein“

„Ich habe das, was man mir erzählt hat, teilweise als Hinrichtung empfunden“, sagt sie. Doch ihre Mutter hatte die Berichte aufgehoben, derzeit liest Anja Wolbergs viel darüber, was öffentlich diskutiert wurde. Für die sympathische Frau, die nach der Trennung zehn Kilo ab- und bis heute nicht mehr zugenommen hat, sind viele Berichte hart zu lesen. Anja Wolbergs glaubt bis heute an die Unschuld ihres Mannes. Die Untersuchungshaft im Januar 2017 bezeichnet auch sie als Beugehaft. Die Erinnerungen an diese sechs Wochen sind traumatisch, schlimme Erlebnisse hat sie in dem Roman verarbeiten. Der erscheint in den kommenden Tagen im MZ-Buchverlag. Wir werden berichten.


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