27.07.2018, 13:02 Uhr

Aktion von Round Table Verkehrserziehung – was es bedeutet, im toten Winkel zu stehen

(Foto:  Old Tablers 232 Regensburg)(Foto: Old Tablers 232 Regensburg)

Der Service Club Round Table und Old Tablers Regensburg führten dieses Jahr, auch motiviert von der schlimmen Häufung von Unfällen in Regensburg und der Region im Zusammenhang mit rechtsabbiegenden Lkw und der Problematik „toter Winkel“ wieder die Aufklärungsaktion an den Grundschulen durch.

REGENSBURG Round Table 32 Regensburg hatte bereits 2009 insgesamt 16 Grundschulen mit dieser Aktion versorgt. Damals war „Raus aus dem toten Winkel“ im Rahmen einer bundesweiten Aktion der über 200 Clubs durchgeführt worden und erreichte über 100.000 Schulkinder.

Am Freitag, 20. Juli, war es wieder soweit. Über 200 Kinder aus zehn Klassen konnten an der Aktion teilnehmen. Eine Sattelschlepper Zugmaschine besuchte die Prüfeninger Grundschule und ein Drei-Achser mit Anhänger wurde am Dultplatz stationiert. Die vierten Klassen der Gerhardinger Schule, der Regensburger Domspatzen und des Kinderhorts St. Elisabeth aus Kareth kamen hier nacheinander zur Aktion, um den besonderen „Aha-Effekt“ zu erleben. Der tote Winkel des Lkws wird rechtsseitig mit Absperrbändern sichtbar gemacht und die gesamte Schulklasse samt LehrerInnen stellt sich hinein. Im Verlauf darf sich jede Schülerin und jeder Schüler auf den imposanten Fahrersitz begeben und muss durchaus erstaunt feststellen, dass die gesamte Klasse im Rückspiegel unsichtbar geworden ist. Die Aktion baut auf diese prägende Erinnerung bei den Kindern. Zudem bekommen die Kinder einen Faltbogen mit nach Hause, den sie in ein LKW Führerhaus umbauen und sich in die Position des Fahrers begeben können. Damit lässt sich der abstrakte Begriff des Toten Winkels gut unter Kindern erklären. Alle Kinder werden aufgerufen, sich als Botschafter zu verstehen und die Thematik an andere Kinder weiterzugeben.

Reinhard Wismath, der mit dem Old Table Regensburg die Aktion organisiert und durchführt: „Wir stellen immer wieder fest, dass selbstverantwortliches Handeln der schwächeren Verkehrsteilnehmer der effektivste Umgang mit den Gefahren um den Toten Winkel ist. Auch in Zeiten, in denen über automatische Abbiegeassistenten mit Gefahrenerkennung im LKW diskutiert wird und der konvexe Dobli-Spiegel seit Jahren gesetzliche Pflicht ist passieren weiter Unfälle mit schwersten Verletzungen und tödlichem Ausgang. Dabei werden Verkehrsteilnehmer beim Rechtsabbiegen übersehen. Die Aufklärung in der vierten Klasse zu platzieren ist aus mehreren Gründen ideal. Die Kinder beschäftigen sich bereits im Unterricht mit Verkehrserziehung und fahren vermehrt mit dem Fahrrad zur Schule. Schulklassen können in Gruppen angesprochen werden. Auch wenn Erwachsene ebenso zu den Opfern dieser Unfälle gehören und Aktionen außerhalb der Schulen hilfreich wären, haben wir uns entschieden, den Grundschulen diese Aktion anzubieten, die sie ohne Ausnahme dankend annehmen. Wenn wir es weiterhin schaffen, Firmen und Fuhrunternehmer, wie diesmal die Firma Geins zu gewinnen, Lastwagen zur Verfügung zu stellen, sind für den Herbst weitere Aktionen in den Grundschulen geplant. Wir sind sehr dankbar, dass wir von dieser Seite hervorragende Unterstützung erfahren.“

Wolfgang Hirmer, diesjähriger Präsident von Round Table 32 Regensburg und Holger Gößmann, Präsident der RT Nachfolge Organisation Old Table 232 in Regensburg sind stolz, dass eine solch sinnvolle und aufwendige Aktion gemeinsam durchgeführt wird. „SidebySide“ ist das gelebte Motto. So versteht sich Round Table als Service Club, der mit derartigen, wie auch mit Wohltätigkeits-Veranstaltungen den Dienst an der Gesellschaft als eine seiner definierten Aufgaben des Clublebens sieht.

Round Table führt diesen Herbst bereits zu zweiten Mal das „Regensburger Entenrennen“ durch, bei dem vergangenes Jahr ein fünfstelliger Betrag erlöst wurde, der unter anderem der Bananenflanke e. V. und dem Kinderheim St Vincent zugutegekommen ist.


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