26.07.2018, 16:51 Uhr

Industrie- und Gewerbegebiet Haslbach Maschinenfabrik Reinhausen legt Erweiterung auf Eis – Stadt plant Verlegung der Weidener Straße jetzt für das Jahr 2020

(Foto: Maschinenfabrik Reinhausen)(Foto: Maschinenfabrik Reinhausen)

Vor genau einem Jahr hatten die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH und die Andritz Fiedler GmbH umfangreiche Investitionen in Haslbach angekündigt. Die Stadt Regensburg plante daraufhin für 2018 erste infrastrukturelle Maßnahmen zur Aufwertung des Industrie- und Gewerbegebiets – etwa die Verlegung der Weidener Straße in einem circa 500 Meter langen Teilabschnitt und die Errichtung einer Quartiersparkierungsanlage.

REGENSBURG Seitdem liefen die Vorbereitungen in wechselseitiger Abstimmung auf Hochtouren: Das der Straßenverlegung vorgelagerte Widmungsverfahren wurde erfolgreich abgeschlossen, die Andritz Fiedler GmbH hat mit der Neustrukturierung ihrer Logistik-Infrastruktur begonnen, die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH hat sich Expansionsflächen gesichert.

Nunmehr haben die zuständigen Gremien der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH entschieden, den Entwurf für eine große Erweiterung des Werks Haslbach zum jetzigen Zeitpunkt nicht umzusetzen. Die Gründe dafür liegen wesentlich in der aktuell angespannten Situation im Baugewerbe – extreme Preisanstiege sowie Kapazitätsengpässe machen die Einhaltung des geplanten Kosten- und Zeitrahmens unmöglich. Da aber in Haslbach zuletzt bereits über 50 Millionen Euro investiert wurden, sollen einige der dem Projekt zugrundeliegenden Zielsetzungen kurzfristig im Bestand realisiert werden.

Parallel hierzu wird die für 2018/19 vorgesehene Verlegung der Weidener Straße erst im Jahr 2020 umgesetzt, was neben dem Entfall des Zeitdrucks für die Stadt Regensburg auch eine Durchführung der Maßnahme in einem Bauabschnitt ermöglicht. „Auch wenn der neue Zeitplan für die Stadt insofern günstiger erscheint, möchten wir die Aufwertung unseres ältesten Industrie- und Gewerbestandorts natürlich so schnell wie möglich vorantreiben“, betont Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Wir sind sehr froh, dass die Unternehmen das genauso sehen.“

Ziel der Beteiligten bleibt es unverändert, in Haslbach weitere Arbeitsplätze zu schaffen und den Standort nachhaltig zu stärken. „Deshalb sind wir gerade dabei, mit den beteiligten Unternehmen die Zeitpläne und die Abfolge der Investitionen neu zu strukturieren und zu definieren“, so Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger.


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