20.07.2018, 09:27 Uhr

Erweiterungsbau 4,65 Millionen Euro für Finanzamtsneubau in Waldmünchen

(Foto: 7106108800/123rf.com)(Foto: 7106108800/123rf.com)

„Unsere Heimatstrategie ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. Wir schaffen sichere und qualifizierte Arbeitsplätze und stärken den ländlichen Raum“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker am Freitag, 20. Juli, anlässlich seines Besuchs beim Finanzamt in Waldmünchen. Hier entsteht ab Herbst 2018 ein Neubau, der mit dem denkmalgeschützten Finanzamtsgebäude in der Bahnhofstraße aus dem Jahr 1853 im ersten Stock verbunden wird.

WALDMÜNCHEN „Das Finanzamt in Waldmünchen erhält 21 zusätzliche Arbeitsplätze und für diese ein nagelneues Gebäude. Wir wollen bestmögliche Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter. Für die Steuerpflichtigen vor Ort bleibt das Servicezentrum erhalten und wird barrierefrei ausgebaut. Mit dem Neubau setzen wir ein klares Zeichen für eine dauerhafte Sicherung des Finanzamtsstandortes Waldmünchen“, stellte Füracker klar. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat die Errichtung des Anbaus mit Kosten von mehr als 4,65 Millionen Euro gebilligt. „Die Behördenverlagerung ist eine strukturpolitisch wichtige Entscheidung für den Raum Waldmünchen und Teil einer langfristig angelegten Strategie, wenn ich an den Ausbau des Bildungsstandortes Waldmünchen, die Verbesserung der Straßenanbindung und an den Erhalt wichtiger Behörden von der Bundespolizei bis zur Außenstelle des AELF denke. Ich bedanke mich ausdrücklich beim Freistaat Bayern, denn die hohe Investition zeigt, dass auch dieses Projekt auf Dauer angelegt ist“, ergänzte Landrat Franz Löffler.

„Als Bürgermeister bin ich froh und dankbar, dass Waldmünchen bei der Behördenverlagerung im Gegensatz zu vielen anderen Städten berücksichtigt worden ist. Für uns als Grenzstadt ist dies eine arbeitsmarktpolitische und in der Folge auch wirtschaftliche Stärkung, die nicht nur nachhaltig ist, sondern auch das Potential für weitere Entwicklungen hat“, hob Erster Bürgermeister Markus Ackermann hervor. Die Maßnahme ist Teil des Konzepts „Heimatstrategie – Regionalisierung der Verwaltung“, das eine Stärkung der Steuerverwaltung im Landkreis Cham zur Folge hat. Im Rahmen der Behördenverlagerung werden über 40 Arbeitsplätze vom Finanzamt Erlangen nach Waldmünchen verlagert. Im gleichen Zug erhält Bad Kötzting 20 Arbeitsplätze mit zugehörigen Aufgaben vom Finanzamt in Waldmünchen. So werden Waldmünchen und Bad Kötzting gleichmäßig mit mindestens 20 zusätzlichen Arbeitsplätzen gestärkt. Das Personal kann in Waldmünchen bleiben. „In Waldmünchen werden zukünftig verstärkt junge Finanzbeamte ausgebildet“, kündigte Füracker zusätzlich an. Im neuen Gebäude wird Platz für bis zu zehn Auszubildende sein. „Wir schaffen so ein Angebot für junge Menschen in der Region, ihre Ausbildung zum Finanzbeamten heimatnah zu absolvieren“, betonte Füracker. Zusätzlich könnten so Auszubildende aus ganz Bayern auf Wunsch einen Teil ihrer Lernzeit in Waldmünchen absolvieren. Auch wenn die jungen Menschen nicht die gesamte Ausbildungszeit vor Ort sein können, sei dies eine gute Chance für die Stadt und den Landkreis, junge Familien für die Region zu begeistern. „Wir bringen die Arbeit zu den Menschen, damit diese in ihrer Heimat wohnen und arbeiten können“, freute sich Füracker.


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